... in die große Stadt hinein.
Mein heutiger Ausflug hat mir, glaube ich, einen echten Confidence Boost verpasst. Ich machte mich nämlich ganz allein auf den Weg nach Sydney, was mir schon ein wenig schwer fiel.
Zuallererst hatte ich noch keine Opal Card, was ziemlich blöd ist, wenn man in NSW ohne Auto mobil sein möchte. Diese kleine Wunderkarte ist nämlich dein Ticket für so ziemlich alle öffentlichen Verkehrsmittel hier. Man muss sie lediglich hin und wieder mit ein paar Dollars aufladen. Ohne Opal Card kann man weder Bahnhof noch die Anlegestelle für die Fähre betreten. Das wiederum heißt, dass ich den ganzen Weg von Rousehill bis Manly mit dem Bus hinter mich bringen musste, was zum einen teurer, zum anderen echt umständlich ist.
Des Weiteren war einer der drei Busfahrer, die heute Morgen das Vergnügen hatten, mich nach Manly zu bringen, echt unfreundlich und sprach zudem mit so heftigem australischen Akzent, dass ich ungefähr nichts verstanden habe.
Mit einer Menge Glück (und der Hilfe von Google Maps) habe ich es nach 3 Stunden (!) trotzdem zum Au-Pair-Treffen geschafft, wo ich endlich ein paar Gleichgesinnte kennenlernte – allesamt europäische Mädchen zwischen 18 und 25. Diese leben allerdings alle in Sydney, genauer gesagt in Manly. Darum werde ich sie wohl nur an manchen Wochenenden besuchen können, was sich besonders im Sommer lohnen wird, weil Manly einen langen Ozeanstrand (und diverse Surferboys) zu bieten hat.
Mit vier Mädels ging ich recht spontan noch zum Mexikaner und anschließend konnte ich endlich meine heiß ersehnte Opal Card kaufen! Das machte den Rückweg um einiges einfacher, schneller und sehenswerter, denn mit der Fähre hat man einen wundervollen Blick auf Sydney, insbesondere auf die weltbekannte Oper, die schwangere Auster, wie mein Papa sie gerne nennt.
Da die Manly Fast Ferry ganz in der Nähe anlegt, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, noch eine Runde am Hafen um das Opernhaus und durch die City zu spazieren, bevor ich den Bus heimwärts aufsuchte.
Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl: Da steht man auf einmal selbst vor diesem unglaublichen Gebäude, das man sonst nur aus Findet Nemo oder von Bildern kennt, und kann das gar nicht so richtig fassen, insbesondere, weil ich gar nicht geplant hatte, heute dort zu landen. Doch eigentlich hat mir diese Überraschung nach der holprigen Hinfahrt und dem unfreundlichen Busfahrer am Morgen – übrigens die einzige unfreundliche Person, die ich bisher traf (!) – den Tag nur noch mehr versüßt.
In Zukunft werde ich wohl öfter nach Sydney reisen. Ein Opernbesuch, den Taronga Zoo und diverse andere Attraktionen werde ich mir nicht entgehen lassen!
Hanna 🐨
