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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Update vom 21. Dezember

Hey ihr Lieben!
Momentan sitze ich (wieder einmal) wartend am Flughafen, Domestic Departures, und werde mich in wenigen Stunden hoch oben in der Luft Richtung Süden befinden.
Ich habe zwei Wochen Urlaub und diese werde ich in Sydney verbringen. Ich freue mich schon richtig darauf, wieder bei Jake und seiner Mum unterzukommen, meine Freunde wiederzusehen, an Weihnachten den Gottesdienst im Hills Campus zu besuchen und an Silvester das wohl beeindruckendste Feuerwerk meines bisherigen Lebens an der Harbour Bridge zu sehen!

In letzter Zeit habe ich mich wie immer kaum gemeldet, dabei ist sogar einiges nennenswertes geschehen: Die letzten zwei Wochen beispielsweise lebte ich in einer anderen Gastfamilie – jep, das ist meine dritte – einfach aus dem Grund, dass meine eigentliche Brisbane-Gastfamilie momentan nicht so viel Hilfe nötig hatte und ich gerne beschäftigt bleiben möchte. Daher vermittelte mich mein Gastvater Paul kurzerhand an eine befreundete Familie weiter. Die letzten 14 Tage lebte ich also zusammen mit einem ganz liebevollen Elternpaar, einem siebenjährigen Jungen, einem dreijährigen Mädchen und einem Baby. Es herrschte jederzeit eine total gemütliche, lockere Atmosphäre, weil ich nicht wirklich als Au-pair angestellt war, sondern einfach ohne speziellen Aufgabenplan ein bisschen mithalf: Hier mal Spülmaschine ausräumen, da mal Kind beschäftigen, heute mal Abendessen kochen, morgen mal Baby ins Bett bringen. Das hat mir übrigens am meisten Spaß gemacht. Es handelte sich nämlich um ein sehr liebes und sehr süßes Baby! 😃
Gemeinsam bereiteten wir uns auch auf Weihnachten vor: Diese Woche wurden Plätzchen gebacken und hausgemachter Plumpudding gekocht, Deko gebastelt und Geschenke eingepackt. Die Kids haben immer fleißig mitgeholfen … vom Aufräumen im Nachhinein mal abgesehen.


Ich verbrachte natürlich auch wieder jede Menge Zeit mit der Gemeinde. Auch hier wuchs die Weihnachtsstimmung: Das Powerhouseteam organisierte eine Christmas Party, in den Gottesdiensten wurden Weihnachtslieder gesungen, es gab zwei Stuff the Bus Wrapping Sessions (Im Laufe der letzten Wochen wurden nämlich ganz viele Sport- und Spielsachen, Getränke und haltbares Essen für ärmere Familien Brisbanes gespendet und diese haben wir gemeinsame eingepackt. Das war ein Spaß!) und das große Finale bildete das Christmas Carols Spectacular in South Bank. Diese bunte Show brachte alt und jung auf die Bühne – singend, tanzend, frohlockend. Es war wundervoll! 

Eine atemberaubende Show: Christmas Carols Spectacular in Southbank

Ein Video gibt's hier!


Nun bin ich schon gespannt, was mich in Sydney erwartet. Was immer es sein wird... Ich lass es euch wissen!

Ganz liebe Urlaubsgrüße
Hanna 🐨

Freitag, 16. September 2016

Was glücklich macht – Schokolade und Musik




Schokolade ist Glück, das man essen kann.

Ursula Kohaupt


Letztes Wochenende fand in Sydney das Smooth Festival of Chocolate statt und ich bin sehr froh darüber, dabei gewesen zu sein. 
Ich beschloss erst recht spät dorthin zu gehen. Eigentlich hatte ich für Samstag lediglich das Konzert am Abend geplant, doch dann wollte ich mir ein Straßenfest, bei dem es einzig und allein um das wunderbarste Lebensmittel der Welt geht, nicht entgehen lassen! Mir hatten zwar einige Au-pairs angeboten, sich dort zu treffen, aber da ich weder wusste, wie lange ich bleiben wollte, noch wem ich hätte zusagen sollen, bin ich einfach alleine gegangen. Zudem finde ich es sehr angenehm, auch mal ein paar Stunden allein in der City zu verbringen und die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. 

So fuhr ich am Nachmittag mit dem Bus nach Sydney und schlenderte zum Hafenviertel The Rocks, wo ich zuvor noch gar nicht gewesen bin. Schon von weitem ließen sich Fahnen erkennen, die das Festgelände kennzeichneten, und nach weiteren Metern konnte ich auch schon die Stände sehen. Etliche weiße Zelte waren in den Straßen errichtet, alle mit Schildern beschriftet, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen ließen, "Choc Dipped Fruit", "The Cupcake Room", "Oh Fudge"... Nachdem ich die Namen all der angebotenen Köstlichkeiten gelesen habe, entschied ich mich dennoch für den Klassiker, holte mir mit Schokolade überzogenes Obst und setzte mich an den Hafen, während auf der gegenüberliegenden Seite des Wassers das Dach des Opernhauses im Sonnenlicht glitzerte. Diese wunderschöne Aussicht, die süßen Früchte mit Schoki und Kokosraspeln und die Vorfreude auf das anstehende Konzert am Abend sorgten für einen fantastischen Glücksmoment. 
Nachdem ich meine Erdbeeren und die Banane aufgefuttert (und dabei meine Jeans natürlich total zugesaut hatte), beschloss ich zum Opernhaus zu gehen, um mir ein Programm für die kommenden Monate zu besorgen. Schließlich möchte ich auf jeden Fall noch ein Stück besuchen. 
Da ich mir jede Menge Zeit ließ, noch einige Minuten einem Straßenmusiker Ecke Pittstreet lauschte und in einem Reiseführer stöberte, war es allmählich spät geworden. Also holte ich mir beim Chocolate Festival eine Portion Dutch Pancakes zum Abendessen und stieg in den Zug Richtung New Town, wo ich mit einer deutschen Au-pair, die ich nur über Facebook kannte, zum Simple Plan Konzert verabredet war. Ich war bereits sehr aufgeregt, immerhin würde das mein erstes richtiges Konzert sein und dann handelte es sich auch noch um eine meiner beiden absoluten Lieblingsbands! Kein Wunder, dass sich jener Samstagabend zu einem meiner schönsten Erlebnisse bisher entwickelte. Wir sangen und tanzten, jubelten und lachten. Obwohl meine Ohren aufgrund meiner Erkältung noch immer ein wenig blockiert waren, mir Bier auf die Hose gekippt wurde und meine Füße auf dem Heimweg schmerzten, war es schlichtweg genial und ich werde noch laaaange von dieser Nacht schwärmen! 


(Einen Zusammenschnitt des Auftritts gibt's hier.)

Nach dieser Nacht schlief ich am Sonntag ein wenig länger. Doch das machte gar nichts, weil ich den Tag ganz gemütlich Zuhause verbrachte, lediglich abends zu Hillsong gehen wollte. Auch dort herrschte wieder super Stimmung, die Gemeinde tanzte und jubelte, und diesmal hat mir auch die Predigt besser gefallen. 😉


Zum Schluss noch was für die Ohren! ♫


Schokosüße Grüße
Hanna 🐨

Mittwoch, 24. August 2016

Am Ende des Regenbogens...

Auf letzten Sonntag hatte ich mich schon die ganze Woche lang gefreut, denn da fand der Color Run in Sydney statt. Dieses Event hatte mir bereits meine Vorgängerin empfohlen und dann fragte mich auch noch eine weitere Au-pair, ob ich nicht Lust hätte dorthin zu kommen. (Sie ist die Nachfolge-Au-pair einer Freundin meiner Vorgänger-Au-pair, aber ich kenne sie noch gar nicht persönlich.)
Die Tatsache, dass es sich dabei eigentlich um einen 5km-Lauf handelt, schreckte mich kurz ab (für alle, die es nicht wissen: ich bin in etwa so sportlich wie eine Kartoffel), aber dann erfuhr ich, dass die wenigsten Color Runner diese Strecke tatsächlich rennen. In erster Linie geht es bei diesem Event nämlich um Spaß, Freude und viele bunte Farben! Und das sagt mir auf jeden Fall zu! 

Wie in meinem letzten Post schon erwähnt, holte ich am Samstag im Winyard-Park mein Color Run Kit ab, welches ein weißes T-Shirt, ein Stirnband, zwei Klebetattoos, und meine Bibnummer enthielt. Zudem verschenkte ein Einhorn im Park bunte Hulaketten  ist das nicht cool? (Ich habe übrigens keine Ahnung, wer der Typ da im Hintergrund ist. Ich wurde, ohne es zu merken, gephotobombed...)

Am Sonntag stand ich seeehr früh auf, da ich bereits 7 Uhr nach Sydney fuhr. Schon im Bus begegneten mir zahlreiche Color Runner, was mir die Anreise um einiges erleichterte,  da ich somit nicht selbst nach einem Anschlussbus Richtung Centennial Park suchen, sondern einfach den anderen folgen musste.
Das Festivalgelände war riesig, jedoch sehr übersichtlich aufgebaut. Trotzdem war es nicht leicht, all die Au-pairs zu finden, mit denen ich verabredet war.  Das lag wohl auch daran, dass es etliche Teilnehmer gab, die auch noch alle dasselbe T-Shirt trugen. So war es mir trotz WhatsApp und GPS nur möglich eine von ihnen zu finden, eine Au-pair aus Deutschland, mit der ich mich aber auf Anhieb super verstanden habe. Für diese Begegnung bin ich wirklich sehr dankbar! Dennoch hoffe ich, auch bald die anderen Au-pairs bei einer weiteren Gelegenheit kennenzulernen. 

Zu zweit begaben wir uns also gegen 9.30 Uhr zum Start, wo sich unzählige Menschen sammelten und es eine gefühlte Ewigkeit dauerte, bis auch wir den Lauf beginnen konnten. Damit sich kein Stau auf der Strecke bildet, darf nämlich immer nur eine gewisse Anzahl von Personen auf einmal starten. Als uns dies endlich gestattet war, spazierten wir von einem Color Tor zum nächsten, wo wir mit Farbpulver beworfen wurden. An diesen Stellen hatten wir auch echt Spaß und freuten uns über jeden Farbklecks, aber zwischendurch war es doch ein wenig langweilig. Zwar unterhielten wir uns, joggten auch mal ein Stück und lachten sehr viel, aber so eine richtige Feierlaune kam noch nicht auf. Doch nach dem Zeil wartete immerhin noch die Tanzfläche auf uns, dort würde sich das bestimmt noch ändern. Wie falsch wir damit lagen, sollten wir bald erfahren... 
Am Ziel angekommen, erhielten wir zwar eine Flasche Wasser und unsere Medaillen, aber nicht die uns versprochenen Farbbeutel, weil diese schon leer waren. Ach, was soll's. Auf der Tanzfläche wird sowieso weiter Farbpulver umher geworfen. Zuvor wollten wir nur schnell etwas essen. Oh, sagte ich schnell? Das stimmt so nicht ganz, denn es dauerte 90 Minuten bis wir endlich unsere Pommes bestellt und erhalten haben, die dann nicht mal so gut schmeckten. Doch das schlimmste war, dass in dieser Zeit der letzte DJ aufgelegt hatte, und als wir schließlich aufgegessen hatten, war die Fete schon vorbei und die meisten Menschen schon wieder gegangen. Kurz beklagten wir uns über das herausgeworfene Geld und unser blödes Timing, dann beschlossen wir, das Beste draus zu machen und nutzen die Gelegenheit für ein paar Fotos. Wann begegnet man schon einmal einer solch gigantischen Ananas? 


Zwar hatten wir es nicht geschafft, die anderen Au-pairs zu treffen, was echt schade war; wir hatten unsere Chance, auf die Tanzfläche zu gehen, verpasst; viel zu viel Geld für richtig eklig gewürzte Pommes bezahlt und am Abend schmerzten meine Füße vom langen Weg zum Bahnhof enormst, doch hatte ich irgendwie trotzdem einen sehr lustigen Tag in wunderbarer Gesellschaft. 
So ganz ist mir die Veranstaltung das viele Geld im Nachhinein zwar nicht wert gewesen, aber immerhin habe ich jetzt ein neues T-Shirt, ein Stirnband, das ich eh nie tragen werde, und ein Foto mit einem Einhorn. Und hey, wer kann das schon von sich behaupten?  
Sollte ich je wieder bei einem Color Run teilnehmen, weiß ich jetzt, dass es sich lohnt, früher loszulaufen, um genug Zeit für die Tanzfläche zu haben und einen der Farbbeutel zu ergattern... 😉

Wer mehr über das Event an sich erfahren möchte, kann ja mal einen Blick auf die offizielle Website werfen. Den Color Run gibt es übrigens auch in Deutschland!

Bunte Grüße
Hanna 🐨

Freitag, 19. August 2016

Singen, Tanzen, Feiern, Beten...

Halleluja! 
Lobet den HERRN in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste seiner Macht!
 Lobet ihn in seinen Taten; lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit! 
Lobet ihn mit Posaunen; lobet ihn mit Psalter und Harfe! 
Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen! 
Lobet ihn mit hellen Zimbeln; lobet ihn mit wohlklingenden Zimbeln!
Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!
~ Psalm 150 ~

Wenn man ein Fan von Jesus, lauter Musik, guter Stimmung und offenen Menschen ist, dann sollte man sich auf keinen Fall einen Gottesdienst der Hillsong-Gemeinde entgehen lassen. 
Vor meinem Ausflug in den Taronga-Zoo letzten Sonntag ging ich dem Hinweis meiner Patentante nach, genau diese Gemeinde einmal zu besuchen, und dieser Sonntagmorgen entwickelte sich schnell zu einem meiner bisher schönsten Erlebnisse hier in Australien. (An dieser Stelle also: Liebste Grüße an meine liebe Petra-Pe! Ich bin dir so dankbar für diesen Tipp! ♥

Erst einige Tage zuvor fand ich heraus, dass sich die Hauptkirche gar nicht so weit entfernt von meinem hiesigen Zuhause befindet, und so beschloss ich diese Chance gleich zu nutzen.
Ich war extra früh aufgestanden, um einen Bus nach Baulkham Hills zu nehmen, der allerdings nicht erschienen ist. Recht schnell merkte ich, dass dies an meiner eigenen Unfähigkeit lag. Als ich am Tag zuvor online nach einem Bus gesucht hatte, vergaß ich nämlich den Wochentag einzustellen, und wenn man sonntags einen Bus nehmen will, der nur an Samstagen fährt, kann man natürlich lange warten... Haha! 
Zum Glück lebe ich bei der offensichtlich allerliebsten Gastmutter in ganz Australien, die mich dann eben zur Kirche gefahren hat. Thank you!  
Schon beim Betreten des Hillsong Convention Centres war ich schwer beeindruckt: Unzählige Menschen jeden Alters betraten das riesige Gebäude, dass mich von innen eher an ein Fernsehstudio mit riesigem Saalpublikum als an eine Kirche erinnerte. Aus den Lautsprechern drang laute Musik, der Raum war bunt beleuchtet und ich konnte mich gar nicht entscheiden, von welchem Sitzplatz aus ich die nächsten 90 Minuten genießen sollte. Ich setzte mich schließlich in einen Block direkt vor der Bühne. Kurz danach ging es los. 
Band und Sänger kamen auf die Bühne, die Gemeinde stand auf, jubelte, klatschte, tanzte und sang laut mit. Ich fühlte mich wie auf einem Konzert, einem riesigen Gospelkonzert! ♫ Und obwohl ich keines der Lieder bisher kannte, sang ich voller Begeisterung mit. (Die Melodien der meisten Gospelsongs gehen ja recht schnell ins Ohr und der Text wird gleichzeitig auf riesigen Bildschirmen projiziert.) Nach einer halben Stunden Musik hatten wir 60 Sekunden Zeit, unsere Sitznachbarn kennenzulernen. Das ist total lustig: Da sitzt man neben wildfremden Personen und wird aufgefordert, sich die Hände zu geben und sich zu unterhalten, und alle machen freiwillig mit! Ich saß neben einem Ehepaar, welches vor 6 Jahren in die Nähe von Sydney zog und seitdem regelmäßig die Hillsong-Gottesdienste besucht. Die beiden freuten sich sehr über einen Gast von so weit weg und luden mich gleich ein, im Anschluss nach dem Gottesdienst noch die Welcome-Lounge zu besuchen, um noch mehr Kontakte zu knüpfen. Dieses Angebot freute mich sehr, aber da ich ja anschließend noch für den Zoo verabredet war, hatte ich dafür keine Zeit. Allerdings bin ich ja noch ein Weilchen hier und kann mir die Lounge somit im Laufe der nächsten Wochen bestimmt mal ansehen.
Nach der kurzen Gesprächsrunde folgte die Predigt, die mir zugegebenermaßen nicht sooo gut gefiel. Aber es werden ja noch einige Hillsong-Gottesdienste folgen und mit ihnen bestimmt auch einige Predigten, die auch mir zusagen. (Mit einem fantastischen Pfarrer als Vater hat man eben einen hooohen Anspruch! 😉 ♥)

Abgeschlossen wurde der Gottesdienst mit Fürbitten, einem gemeinsamen Gebet und natürlich mit Musik! Diese kann ich übrigens nur weiterempfehlen! Hier könnt ihr mal reinhören. 
Und weitere Informationen über die Hillsong Church findet ihr auf ihrer Website
Zudem war das bestimmt nicht mein letzter Bericht über diese wunderschöne, bunte, offenherzige Gemeinde! 

Begeisterte Grüße
Hanna 🐨