Schokolade ist Glück, das man essen kann.
Ursula Kohaupt
Letztes Wochenende fand in Sydney das Smooth Festival of Chocolate statt und ich bin sehr froh darüber, dabei gewesen zu sein.
Ich beschloss erst recht spät dorthin zu gehen. Eigentlich hatte ich für Samstag lediglich das Konzert am Abend geplant, doch dann wollte ich mir ein Straßenfest, bei dem es einzig und allein um das wunderbarste Lebensmittel der Welt geht, nicht entgehen lassen! Mir hatten zwar einige Au-pairs angeboten, sich dort zu treffen, aber da ich weder wusste, wie lange ich bleiben wollte, noch wem ich hätte zusagen sollen, bin ich einfach alleine gegangen. Zudem finde ich es sehr angenehm, auch mal ein paar Stunden allein in der City zu verbringen und die Gegend auf eigene Faust zu erkunden.
So fuhr ich am Nachmittag mit dem Bus nach Sydney und schlenderte zum Hafenviertel The Rocks, wo ich zuvor noch gar nicht gewesen bin. Schon von weitem ließen sich Fahnen erkennen, die das Festgelände kennzeichneten, und nach weiteren Metern konnte ich auch schon die Stände sehen. Etliche weiße Zelte waren in den Straßen errichtet, alle mit Schildern beschriftet, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen ließen, "Choc Dipped Fruit", "The Cupcake Room", "Oh Fudge"... Nachdem ich die Namen all der angebotenen Köstlichkeiten gelesen habe, entschied ich mich dennoch für den Klassiker, holte mir mit Schokolade überzogenes Obst und setzte mich an den Hafen, während auf der gegenüberliegenden Seite des Wassers das Dach des Opernhauses im Sonnenlicht glitzerte. Diese wunderschöne Aussicht, die süßen Früchte mit Schoki und Kokosraspeln und die Vorfreude auf das anstehende Konzert am Abend sorgten für einen fantastischen Glücksmoment.
Nachdem ich meine Erdbeeren und die Banane aufgefuttert (und dabei meine Jeans natürlich total zugesaut hatte), beschloss ich zum Opernhaus zu gehen, um mir ein Programm für die kommenden Monate zu besorgen. Schließlich möchte ich auf jeden Fall noch ein Stück besuchen.
Da ich mir jede Menge Zeit ließ, noch einige Minuten einem Straßenmusiker Ecke Pittstreet lauschte und in einem Reiseführer stöberte, war es allmählich spät geworden. Also holte ich mir beim Chocolate Festival eine Portion Dutch Pancakes zum Abendessen und stieg in den Zug Richtung New Town, wo ich mit einer deutschen Au-pair, die ich nur über Facebook kannte, zum Simple Plan Konzert verabredet war. Ich war bereits sehr aufgeregt, immerhin würde das mein erstes richtiges Konzert sein und dann handelte es sich auch noch um eine meiner beiden absoluten Lieblingsbands! Kein Wunder, dass sich jener Samstagabend zu einem meiner schönsten Erlebnisse bisher entwickelte. Wir sangen und tanzten, jubelten und lachten. Obwohl meine Ohren aufgrund meiner Erkältung noch immer ein wenig blockiert waren, mir Bier auf die Hose gekippt wurde und meine Füße auf dem Heimweg schmerzten, war es schlichtweg genial und ich werde noch laaaange von dieser Nacht schwärmen!
(Einen Zusammenschnitt des Auftritts gibt's hier.)
Nach dieser Nacht schlief ich am Sonntag ein wenig länger. Doch das machte gar nichts, weil ich den Tag ganz gemütlich Zuhause verbrachte, lediglich abends zu Hillsong gehen wollte. Auch dort herrschte wieder super Stimmung, die Gemeinde tanzte und jubelte, und diesmal hat mir auch die Predigt besser gefallen. 😉
Zum Schluss noch was für die Ohren! ♫
Schokosüße Grüße
Hanna 🐨
