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Donnerstag, 16. Februar 2017

Stopp 3: Hervey Bay

Hey ihr Lieben,

schnelle Grüße aus Hervey Bay! 
Von hier kann ich euch wirklich nicht viel spannendes berichten. Wir schliefen drei Nächte hier und spannten voll und ganz aus. Das YHA Colonial Village ist auch enfach schön. Es erinnert mich an eines dieser Schulcamps, zu denen man früher zu Klassenfahrten reiste: Großes Gelände, niedliche Bungalows, Hühner, Enten und Pfauen. Zudem gibt es einen super gemütliche Bar und einen Pool. 

Hallo kleiner Pfau! :)

Wenn wir das Hostel also mal verließen, dann um uns für einige Stunden in einen der umliegenden Parks zu setzen, wo wir redeten, dösten oder Musik machten. Unsere Lust auf Sonne und Strand war nach den letzten Stopps ohnehin erstmal gestillt. Nur einmal ging ich ganz bewusst ans Meer, nämlich nach unserer ersten Nacht hier, um mir erneut einen Sonnenaufgang anzusehen. Das war wieder wunderschön. Dafür lohnt es sich einfach um fünf aufzustehen. 




Mit gepackten Taschen sitzen wir nun in der Bar und lauschen der Musik, die hier wirklich erstaunlich gut ist. Etwas später erwartet uns dann eine siebenstündige Busfahrt nach Rockhampton, von wo ich mich dann wieder melden werde. (Eventuell. Wir sind nämlich nur für 2 Nächte da und haben gar nicht so viel Zeit zwischendurch.) Wie auch immer, irgendwann bekommt ihr schon wieder von mir zu hören. Bis dahin –

Entspannte Grüße
Hanna 🐨

Mittwoch, 15. Februar 2017

Stopp 2: Rainbow Beach & Fraser Island

"6 Nächte." – Beim Beantworten der Frage, für wie lange wir in das Hostel einchecken würden, wirkte der Rezeptionist ziemlich überrascht. Die meisten Leute verbringen hier nämlich nur 1-2 Tage als Zwischenstopp, bevor sie eine mehrtägige Tour auf Fraser Island machen.
Tja, wir wollten uns eben auch Rainbow Beach selbst ganz genau anschauen. Blöd nur, dass es hier gar nicht sooo viel zu tun gibt. Es gibt einen Strand, der keine 5 Minuten entfernt ist, und einen Nationalpark, ungefähr zwanzig Minuten zu Fuß, eine Straße mit überteuerten Souvenirshops und ein paar Getränkeautomaten. Oh, und dann gibt es natürlich dieses mehr oder weniger wundervolle Hostel, in dem die meisten Gäste stundenlang im Aufenthaltsraum vor ihren Handys sitzen und das kostenlose WLAN ausnutzen. Meine Freundin und ich wollte wenigstens etwas aktiver sein und so gingen wir fast jeden Tag zum Strand. Rainbow Beach ist an und für sich ein sehr schöner Strand – nur nicht zum Baden, weil die Wellen dauerhaft recht reißerisch sind und es deswegen gar nicht so ungefährlich ist, hier schwimmen zu gehen. Daher haben wir uns auch nicht so weit raus getraut. Doch auch wir ließen es uns nicht nehmen, uns im flacheren Wasser ein bisschen von den Wellen durchrütteln und umhauen zu lassen.
Ansonsten verbrachten wir einfach viel Zeit damit, im Sand zu sitzen, zu lesen, Musik zu hören, zu schreiben und Ukulele zu spielen. Ich habe mir nämlich endlich eine hier in Australien gekauft. In wie weit sich das noch für die nächsten sieben Wochen lohnt, möchte ich jetzt bitte nicht ausdiskutieren.

Mein persönliches Rainbow-Beach-Highlight war der Sonnenaufgang, den wir uns am Montag angesehen haben. Zuerst war ich von der Idee, um fünf Uhr aufzustehen, nicht so angetan und so war ich letzten Endes umso glücklicher, dass meine Reisekollegin eine echte Überredungskünstlerin ist, denn als wir ihre Idee schließlich in die Tat umsetzten, war ich begeistert. Wir schlichen also früh am Morgen aus unserem Zehn-Bett-Zimmer und gingen – noch im Schlafanzug – an den Strand, wo sich uns 20 Minuten später ein atemberaubender Anblick bot. Ich bin noch immer hin und weg und möchte jetzt bitte an jedem unserer Reisestopps einen Sonnenaufgang beobachten. Guckt euch die Fotos an! Ich versichere, in echt war es noch viel beeindruckender! ♡







Sehr interessant war auch unsere Wanderung zu Carlo Sandblow. Was klingt, wie ein talentloser deutscher Schlagersänger, ist eigentlich eine wunderschöne Sanddüne mitten im Wald, von der man eine unglaublich gute Sicht hat. Auf der einen Seite kann man den Pazifik sehen und mit etwas Glück sogar Buckelwale erspähen. (Dazu ist momentan allerdings die falsche Saison.) Auf der anderen Seite kann man einen großen Teil des Nationalparks überblicken und fabelhafte Sonnenuntergänge beobachten. Leider war es an dem Abend, den wir dort verbrachten, sehr bewölkt, sodass wir lediglich wahrnahmen, wie es langsam dunkler wurde – ohne beeindruckendes Farbenspiel am Himmel. Naja. Man kann nicht alles haben. Dafür hatten wir zuvor einen spektakulären Sonnenaufgang.

Abgesehen vom Strand und diesem Nationalpark kommen die meisten Reisenden, wie gesagt, hierher, um eine Tour zu Fraser Island zu unternehmen. Wir hatten unsere Tagestour am Samstag und die hat sich richtig gelohnt! Es ist schon ein Abenteuer für sich, mit dem Bus den 75 Mile Beach (der Name erklärt sich von selbst) und die hügeligen Wege auf der Insel entlangzufahren. Da wird man echt ordentlich durchgeschüttelt! Wer schnell seekrank wird, sollte sich eine solche Tour zweimal überlegen. Doch es lohnt sich. Die größte Sandinsel der Welt bietet wundervolle Szenerien: Der scheinbar endlose Strand, die riesigen Sanddünen, der Regenwald und die fast 200 Seen, von denen wir allerdings nur einen besuchten – Lake McKenzie. Wenn man diesen besucht, fühlt man sich, als wäre man soeben auf magische Art und Weise in das Bild auf einer Postkarte gehüpft: Kristallklares Wasser, in dem sich der Himmel spiegelt, weißer Sandstrand, umgeben vom Grün der umstehenden Bäume und kein Wölkchen am Himmel. Wir waren BEEINDRUCKT – völlig hin und weg. Etwas vergleichbares hatte ich noch nie zuvor gesehen. (Da kann unser geliebter Kretzschauer See nicht mithalten, mein liebes Gurkenrudel… :D) Wieder kann ich nur auf die Fotos verweisen, weil mir keine anderen Wörter als wunderschön und unfassbar in den Sinn kommen…







Neben der wunderhübschen Natur war ich an diesem Tag übrigens auch sehr angetan vom Mittagessen, weil es Buffet gab und nach der ersten Woche als Backpacker fühlt man sich dabei plötzlich wie eine Prinzessin – keine stickige Hostelküche, nicht selber kochen müssen, bezaubernd…

Unser Tourguide Cam führte uns ein wenig durch den Regenwald, erzählte uns viel über Pflanzen, die die Aboriginies zum Kochen, Bauen und Heilen nutzten, und über Fraser Islands Fauna. Als wir an unserem letzten Stopp, Eli Creek – dem größte Bach der Insel, mit dem stündlich bis zu 4 Millionen Liter (!!!) Süßwasser in den Ozean fließen – ankamen und noch immer keinen Dingo gesehen hatten, war ich ein bisschen enttäuscht. Schließlich sind diese Hunde das Markenzeichen der Insel. Doch Cam, der wirklich beste Tourguide der Welt, ließ niemanden unzufrieden nach Hause gehen. Auf der Rückfahrt zur Fähre – erneut ging es den 75 Mile Beach entlang – rief er plötzlich „DINGO!“ und fuhr rechts ran und da schlich tatsächlich ein sandfarbener Hund am Rande Düne entlang, huschte um unseren Bus herum und verschwand zwischen den Bäumen. Ich war baff! ♡


Es grünt so grün... in Frasers Regenwald


Müde aber überglücklich setze Cam uns eine Stunde später vorm Hostel ab, wo wir nur noch Dinner kochten und uns – noch immer total begeistert – ins Bett fallen ließen. Dieser Ausflug war wirklich ein spektakuläres Erlebnis.

Mir gehen übrigens die Adjektive aus und ich fühl mich beim ständigen Synonymesuchen schon, wie eine dieser Personen, die Texte für Reisemagazine verfassen. Aber manche Plätze verdienen es einfach so hochgelobt zu werden. Wir können uns echt glücklich schätzen auf einem Planeten mit so wundervollen Orten leben zu dürfen! ♡


Ein Abend an Rainbow Beach


Nun befinden wir uns bereits an Stopp 3: Hervey Bay. Doch davon erzähle ich euch das nächste mal, ihr Lieben!

Unbeschreibliche Grüße
Hanna 🐨

Mittwoch, 8. Februar 2017

Stopp 1: Noosa

Wie im letzten Eintrag schon erwähnt, verbrachten wir unsere ersten Tage in Noosa. Darüber gibt es gar nicht so viel zu erzählen. Wir verbrachten einen Tag im Nationalpark und zwei Tage am Strand, genossen die Natur, den Sonnenschein, die Wellen. Während meine Reisepartnerin schon diverse Male in Hostels geschlafen hatte, hatte ich nun zum ersten Mal die Möglichkeit, mich ans Backpackerleben zu gewöhnen. Du lebst mit Fremden aus aller Welt auf engstem Raum, teilst Badezimmer und Küche, schließt deine Wertsachen in Spinde und machst den ganzen Tag, was du willst. Eigentlich ganz nett und für die nächsten 8 Wochen hoffentlich gut auszuhalten. 🤗

Ohne weitere Worte zu verlieren, teile ich einfach ein paar Fotos, um euch einen Einblick in die wunderschönen Szenerien in und um Noosa zu geben! 












"Noosa ist eine elegante Ferienstadt mit einem atemberaubenden Landschaftsbild,
das sich aus Stränden mit kristallklarem Wasser und tropischen Regenwäldern zusammensetzt." 













Im nächsten Post werde ich euch dann vermutlich von Stopp Numero 2 berichten: Rainbow Beach, 120km weiter im Norden! Bis dahin...

Zauberhafte Grüße
Hanna 🐨

Mittwoch, 30. November 2016

Monatsrückblick Oktober und November: Altes und Neues

Hi. 
Da bin ich wieder. Knapp einen Monat später. Ohne gute Ausrede. Ich weiß nicht, wo meine Muse zum Schreiben abgeblieben ist, aber vielleicht sollte ich sie nun einfach in den Kleiderschrank sperren, um sie zukünftig jederzeit parat zu haben...

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Am besten im Oktober. Schließlich möchte ich mit diesem Beitrag gleich 2 Monate zusammenfassen. Das ist in der Tat eine Herausforderung, weil die Erinnerungen an meine letzten Erlebnisse in Sydney durch die lange Schreibpause und den Umzug bereits etwas verblasst sind. (Wie gut, dass du so einen ordentlichen Kalender führst, in dem du Vergangenes nachschlagen kannst, Hanna.) 
Diverse Ausflüge hatte ich noch gar nicht erwähnt, weshalb ich sie jetzt schnell zusammen fassen werde.

  • auf der Farm: Ich begleitete Jake und seine Mum auf eine (für europäische Verhältnisse nicht wirklich) alte Farm, wo wir ein (ebenfalls für Europäer nicht wirklich altes) Haus besichtigen, Pferde und Hühner füttern konnten. Bis heute ist es uns ein Rätsel, warum Jake sich vor den Hühner fürchtete, doch von den riesigen Pferden gar nicht genug bekommen konnte.
  • Au-pair-Treffen in Manly
  • Abstecher ins Australian Museum
  • Taronga Zoo Parade: Dieses Highlight fand am 15. Oktober in der City statt. Zehn bunt beleuchtete Tierskulpturen wurden dabei vom Hyde Park zum Opera House gezogen, um die Menschen auf vom Aussterben bedrohte Tiere aufmerksam zu machen. Eine wunderschöne Aktion! Tut euch einen Gefallen und schaut euch hier ein paar Bilder dazu an! ♡
  • Whale Watching am Darling Harbour: Das war ein fantastisches Erlebnis! Gemeinsam mit einer Freundin nahm ich an einer dreistündigen Tour durch die Gewässer vor Sydney teil, wo wir nach kurzer Zeit tatsächlich einige Buckelwale beobachten konnten. Wale sind wunderschön! Sie sind so riesig und wirken doch so friedlich. Bis zum nächsten Winter lassen sie sich nicht mehr in Küstennähe blicken. Nun ziehen sie durch die Ozeane bis im Mai die Whale Watching Saison von Neuem beginnt. Wer also in den kalten Monaten mal in Sydney ist, sollte sich dieses Naturspektakel nicht entgehen lassen!




  • Opernvorstellung: Das war ein grandioser Freitagabend! Eine Freundin hatte von ihren Gasteltern zwei Karten für die Premiere von The Opera (The Eighth Wonder) geschenkt bekommen und mich mitgenommen. Dafür bin ich ihr noch heute unglaublich dankbar, denn diese open air Vorstellung  auf den Treppen zum Opernhaus selbst, die sich komplett um die Entstehung des Gebäudes und den dänischen Architekten Jørn Utzon drehte, war überwältigend! Wow! 

  • Coastal Walk: Mein letztes Sydneyhighlight war der Coogee to Bondi Beach Walk, zu dem mich eine Freundin überredete. Hätte ich vorher gewusst, wie unglaublich einzigartig und wunderschön all die Ufer sind, wäre gar keine Überredungskunst notwendig gewesen, denn trotz viel zu heißem Wetter haben sich diese 6km Fußmarsch wahrlich gelohnt! Noch nie zuvor, habe ich so hübsche Strände live gesehen. Wir bereuten es jedoch auch ein wenig, bei jenem strahlenden Sonnenschein keine Badesachen mitgenommen zu haben... 


Guckt euch diese wundervollen Bilderbuchaufnahmen an! Ich bin noch immer hin und weg. ♡

Über meinen Umzug hatte ich euch ja ein wenig auf dem Laufenden gehalten. Seit dem 1. November bin ich nun in Brisbane und obwohl der Anfang recht hart war, geht es mir inzwischen grandios! Das habe ich vor allem den lieben Menschen zu verdanken, die ich bei Hillsong kennenlernen durfte, meinen Freunden aus der UQ Connect Family. Seit ich mich regelmäßig mit ihnen treffe, mit ihnen zum Gottesdienst gehe, rede, lache, Lobpreis singe, bete – erlebt mein Glaube einen Aufschwung und mit ihm auch meine Lebensfreude, Energie und mein Optimismus. Das mag für den ein oder anderen vielleicht kitschig klingen, doch ich habe das Gefühl, endlich etwas erreicht zu haben, wonach ich mich seit Jahren gesehnt habe. Es ist, als sei ich endlich in meinem Glauben angekommen, und mehr noch: Ich weiß endlich, dass es einen Grund gab, warum alles so kommen musste, wie es kam und ich meine ehemalige Gastfamilie verlassen musste.



 Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt. 
Sprüche 16,9 (LUT)



Wer die ein oder andere Hillsong Church schon betreten hat, wird vielleicht gemerkt haben, dass der Slogan WELCOME HOME ziemlich oft zu lesen und zu hören ist. Ich darf dieses Ankommen momentan tatsächlich erleben und das ist das Beste, was mir bisher in Down Under passiert ist. Andere Menschen verbinden Australien wohl mit dem Uluru, dem großen, roten Felsen im Outback, oder mit kuscheligen Koalas, so wie ich es bisher getan habe. Doch nun wird dieser Kontinent immer einen ganz besonderen, emotionalen Wert für mich haben. Ich habe ein zweites Zuhause... Um genau zu sein, habe ich inzwischen 3 Gastfamilien: Eine in Sydney, die ich schon jetzt vermisse, aber Ende Dezember endlich wieder besuchen werde, und zwei in Brisbane: bei der einen lebe ich, bei der anderen erlebe ich. Und ich liebe sie alle! ♡

Mit meinen Freunden aus der Gemeinde war ich inzwischen diverse Abende in der City unterwegs, was ganz cool ist, weil ich somit automatisch sowohl sie und als auch die Stadt besser kennenlernen kann. Vor zwei Wochen fuhren wir gemeinsam an die Gold Coast, um zu shoppen und den Abend in Surfers Paradise zu verbringen. Das war für mich der beste (und einzige) Ausflug seit langem! Eine wunderschöne Gegend (sehr touristisch allerdings). Ein sauberer Sandstrand. Acht junge Menschen. Eine Zugfahrt voller Worship-Gesang. Jede Menge Gelächter. Gemeinsames Abendessen. Was will man mehr? 

Eine happy Hanna vor der beeindruckenden Skyline von Surfers Paradise.

Wie gesagt, gab es noch keine weiteren wirklichen Ausflüge und dennoch habe ich auch mit kleinen Erlebnissen eine super Zeit hier in Brissy! 
  • Ich ging zum monatlichen Brisbane Au Pair Mingle bei Peterpans, das wir in der benachbarten Bar mit einem Flocktail – ich habe noch immer keine Ahnung, warum der Wodka-Ananas-Cocktail so genannt wurde – ausklingen ließen.
  • Es gibt hier 3 Mädels, mit denen ich mich wöchentlich zum Sport treffe, und darf jetzt stolz behaupten, einmal in meinem Leben 10km gejoggt zu sein!
  • Ich hatte endlich mein erstes typisch australisches Barbecue mit meiner Gastfamilie. (Sonne - Pool - Würstchen. Eine super Kombi!) 
Wenn dein Hintergarten aussieht wie ein Urlaubsresort...

Nun hoffe ich, dass dieser Post wenigstens zu einem kleinen Teil all die versäumten Berichte vergangener Wochen  wiedergut macht und euch einen Einblick in mein momentanes Dasein gibt. Wie schon so oft beende ich auch diesen Beitrag mit dem leeren Versprechen, in Zukunft mehr zu schreiben (na mal sehen...) und mit einem riesengroßen

D A N K E S C H Ö N !

an all die Menschen da draußen in Deutschland (und auch die in Australien, Peru und Kanada...), die ich meine Freunde nennen darf und die mich auf meiner Reise begleiten, obwohl sie soweit weg sind, die mit mir skypen, mir Nachrichten schreiben, Sprachmemos, Briefe und sogar Adventskalender (M.♡) schicken! Ich habe euch so super lieb und bin so dankbar, euch zu haben. Ohne euch wäre ich nicht hier, weil ich die Entfernung ohne eure Unterstützung niemals ertragen würde. Danke. Danke. Danke!

Dankbare Grüße
Hanna 🐨

Dienstag, 25. Oktober 2016

Sonntag, 23. Oktober 2016

Sonntag, 16. Oktober 2016

Samstag, 17. September 2016

Mittwoch, 31. August 2016

Dienstag, 30. August 2016

In die blauen Berge wandern wir...

Schon vor einigen Wochen empfahl mir meine Gastmutter, einen Ausflug in die Blue Mountains zu machen, da diese gar nicht so weit entfernt von unserem Suburb seien. Dieses Gebirge ist bereits im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt worden und wird täglich von etlichen Touristen aus aller Welt besucht. Vor einigen Tagen also nahm auch ich an einer Daytour nach Katoomba teil. Diese Stadt ist insbesondere für das Jamison Valley und den Echo Point, die Three Sisters und die Seilbahnen der Scenic World bekannt. All diese Attraktionen konnten wir am Sonntag genießen.

Den Ausflug hatte ich gemeinsam mit einer Freundin bei Barefoot Downunder gebucht und so wurden wir am Sonntagmorgen in der City mit dem Bus abgeholt. Nachdem wir noch einige weitere Pick-Up-Points befahren hatten, war unsere Reisegruppe für diesen Tag komplett und schon bald fuhren eine japanische Studentin, eine Abiturientin aus der Schweiz, ein Geschwisterpaar aus Österreich, eine deutsche und eine norwegische Au-pair, ein US-amerikanisches Ehepaar und ein junger Mann aus Sydney gemeinsam Richtung Katoomba. Begleitet wurden wir von Ben, einem sehr entspannten Guide mit schulterlangem Haar, Dreitagebart, Sonnenbrille und Beanie, der uns während der Busfahrt – wenn er nicht gerade Geschichten über berühmte Aboriginals und böse Engländer des letzten Jahrhunderts erzählte – Reggea-Musik hören ließ. Er hatte diese Tour schon über 100 mal gemacht und kennt somit die besten Stellen, um das Naturwunder Blue Mountains zu genießen.
Zunächst machten wir einen Halt in Penrith, wo wir die Möglichkeit hatten, Kängurus in freier Wildbahn zu erleben. Ben zeigte uns, welche Tiere gerade Babys, sogenannte Joeys, im Bauch trugen, und erklärte uns, mit welchen Tricks die Tiere früher von den australischen Ureinwohnern zusammengetrieben und gejagt wurden.
Anschließend fuhren wir zum Jamison Valley, um entlang eines Wasserfalls durch das Tal zu wandern. Die Menge an Treppenstufen brachte mich zwar, besonders auf dem Rückweg nach oben, an meiner körperlichen Grenzen, (ich darf erinnern: mein sportliches Können entspricht dem einer Kartoffel) aber das war die Anstrengung wert. Wir sahen den Wasserfall aus allen Perspektiven, beobachteten Kakadus, lernten einiges über die Nutzpflanzen der Aboriginals (wer hätte gedacht, dass Kaugummis und Labello im Urwald einfach auf Bäumen wachsen?) und bekamen wundervolle Fotomöglichkeiten geboten. (Ich bin mir sicher, mein geliebter, in die Fotografie vernarrter Papa könnte eine Ewigkeit hier verbringen … 😜)
Traditionell wurde die Körpermalfarbe aus
Steinpigmenten und Kängurufett gewonnen.
Nach einer Mittagspause in Leura, wo es die offensichtlich beste Piebäckerei der Welt gibt, besuchten wir eine kurze, aber sehr beeindruckende Liveshow im Waradah Aboriginal Centre. Drei traditionell bemalte Aboriginies zeigten uns die Verbreitung, Tänze, Waffen und Werkzeuge ihrer Vorfahren, erzählten uns die Sage von Yidaki, dem ersten Didgeridoo-Spieler, und spielten dieses uralte Instrument natürlich auch für uns. Danach hatten wir die Möglichkeit, Fotos mit ihnen zu machen und Fragen zu stellen. Die Freundlichkeit und Offenheit dieser Menschen hat mich total beeindruckt und ihre Kultur und Geschichte sind wirklich sehr interessant! Ich hoffe, dass mir im Laufe meiner Zeit hier in Australien, noch mehr Möglichkeiten geboten werden, die Aboriginals, ihr Leben und ihre Historie genauer kennenzulernen.
Den Nachmittag verbrachten wir mit einer weiteren Wanderung durch die Blue Mountains. Wahlweise konnten wir auch die Seilbahnen der Katoomba Scenic World verwenden, doch das war mir ein wenig zu teuer. Zum Glück gibt es auch kostenlos etliche Routen und Aussichtspunkte, die einem wundervolle, verschiedenste Eindrücke in die Natur bieten. Der Undercliff-Walk, bei dem man unter einer Klippe entlangläuft und die Gesteinsschichten vergangener Jahrtausende begutachten kann, und der Lincoln’s Rock, eine Aussichtsplattform ohne Abzäunung, gefielen mir am besten.

Entspannen am Abgrund: Lincoln's Rock macht es möglich.
Auf der Rückfahrt war ich so kaputt und müde, dass ich nach einigen Minuten Bob Marley schon in tiefem Schlaf versunken war. Erst kurz vorm Erreichen der City bin ich wieder aufgewacht. Dort endete unsere Tagestour mit Ben, die mir echt viel Spaß gemacht hat.
Den Abend ließ ich mit meiner norwegischen Freundin in der Max Brenner Chocolate Bar ausklingen, wo wir unglaublich leckeres Schokofondue futterten und Erdnussbutter-Milchshakes tranken. (Ich liebe Erdnussbutter! Und auf diesem Kontinent gibt es alles mit Erdnussbuttergeschmack! – Da fällt mir ein... Meine Gastmutter erzählte mir, dass der Großteil ihrer Au-pairs um die 9kg in Australien zugenommen hat. Oh weh!)


Das war sicherlich nicht der letzte Nationalpark Australiens, den ich besucht habe. Sehr gerne zum Beispiel möchte ich auch noch den Royal National Park mit den Figure Eight Pools und dem Wedding Cake Rock sehen. Doch dieses Vorhaben hebe ich mir lieber für einen wärmeren Monat auf…

Abenteuerlustige Grüße
Hanna 🐨

Donnerstag, 18. August 2016

Dienstag, 16. August 2016

"For The Wild!"

Das ist der Slogan des Taronga-Zoos, den ich am Sonntag mit einer Freundin besucht habe. Wir trafen uns mittags am Circular Quay, wo wir unsere Tickets kauften und die Fähre bestiegen, die uns geschwind zur Anlegestelle des Zoos brachte.
Dort sahen wir – wie es in großen Zoos eben oft der Fall ist – Tiere von allen Kontinenten der Erde. Am interessantesten war für uns aber natürlich die australische Ecke, die wir dummerweise zunächst verfehlt haben. (Ja, auf einem solch großen Gelände kann man sich trotz Karte schon mal verlaufen...) Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich Wombats, die uns allerdings nur ihre Hintern präsentierten, Echidnas, die auf Deutsch auch liebevoll Schnabeligel genannt werden, einen tief und fest schlafenden Tasmanischen Teufel und Baumkängurus, die sich – wie der Name schon sagt – am liebsten einige Meter über der Erde aufhalten.
Auf dem gesamten Gelände laufen einem außerdem Truthähne über den Weg und zweimal wäre meiner Gefährtin beinahe ein Kookaburra ins Gesicht geflogen. Ja, im Taronga-Zoo kann man Australiens Fauna in der Tat hautnah erleben. 


Auch verschiedene Tiershows und kommentierte Fütterungen werden angeboten. Davon sahen wir uns jedoch keine an. Wirklich bedauern tue ich nur die verpatzte Chance, mich neben einem Koala fotografieren zu lassen. (Das war nämlich nur in einem bestimmten Zeitrahmen möglich, welchen wir leider verpasst haben.) Doch zum Glück habe ich noch einige Monate auf diesem wundervollen Kontinent vor mir. Mein Koalafoto  werde ich schon irgendwie bekommen! 

Kuschelige Grüße
Hanna 🐨




Samstag, 6. August 2016

Donnerstag, 4. August 2016