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Dienstag, 7. März 2017

Weiß, weißer, Whitehaven Beach

Wooooooooow! – Das muss sich bereits James Cook gedacht haben, als er vor 247 Jahren die Whitsunday Inseln entdeckte und sie nach dem Pfingstsonntag benannte. Diese Inselgruppe hat nämlich Wunderschönes zu bieten! Am berühmtesten natürlich ist der acht Kilometer lange Whitehaven Beach, der als einer der weißesten Strände der Welt gilt. 

Am 25. Februar standen wir etwas früher auf als gewohnt – ich bin ja eigentlich ein leidenschaftlicher Langschläfer – und gingen zum abgemachten Treffpunkt, wo uns der Whitehaven Xpress Bus abholen sollte. Ein Bus kam und wir fuhren, weitere Tourteilnehmer einsammelnd, zum Hafen, wo unsere Buchungsbelege kontrolliert und die Einführung stattfinden sollte. Schööön, dachten wir uns, als uns mitgeteilt wurde, wir seien in den falschen Bus eingestiegen, unsere Tour sei eine andere und wir müssten zu einem anderen Teil des Hafens laufen. Zum Glück konnte uns ein freundlicher Tourist mitteilen, wo genau wir hinlaufen müssen, und so machten wir uns gleich auf den Weg zum richtigen Schiff. Die super coole Whitehaven Xpress Crew hatte sich schon gewundert, warum wir nicht am vereinbarten Treffpunkt gewesen seien, hat aber freundlicherweise auf uns gewartet, bevor sie ablegten. 

Eine gute Stunde fuhren wir heraus ins Meer den Inseln entgegen. So blieb genug Zeit für die Sicherheitseinweisung und Absprachen über den Tagesablauf. Stopp Numero 1 war Tongue Bay, wo wir das Boot verließen, um ein wenig wandern zu gehen. Unser Ziel war der Hill Inlet Lookout, der einem eine fantastische Aussicht auf den Whitehaven Beach, Solway Passage und Hill Inlet bietet. 





Nicht schlecht, oder?


Nachdem alle fertig gestaunt und all ihre Fotos gemacht haben – das dauerte in der Tat ein wenig – ging es zurück aufs Schiff und zum nächsten Stopp, Whitehaven Beach. Hier hatten wir zunächst die Möglichkeit, im Meer baden zu gehen. Dafür bekamen wir Stinger Suits, da es in den nördlichen Küstengebieten – wie ich im letzten Beitrag schon erzählt hatte – überall gefährliche Quallen gibt. Während wir also im Wasser planschten, bereiteten unsere Reiseführer das BBQ-Buffet vor: Unmengen an Steak, Würstchen, Salat, Brot und Obst für alle. (Für die Vegetarier gab es super leckere Sojavarianten.) Das war das beste Mittagessen seit langem! Beim Essen wurden wir neugierig von ein paar Goannas beäugt. Das sind gar nicht mal so kleine Echsen, die in nahezu ganz Australien vorkommen. An und für sich sind sie harmlos, doch zu Nahe kommen sollte man ihnen trotzdem nicht, da sie lange Krallen an den Füßen haben, die einem sicherlich äußerst schmerzhafte Verletzungen zufügen können. So schossen wir unsere Fotos lieber mit ein paar Metern Abstand. 


Der war ganz scharf auf die Reste unseres Barbeques.

Nach einer kleinen Verdauungspause ging es weiter zum letzten Part unserer Tour. Wir fuhren zu einem Korallenriff, wo wir die Möglichkeit hatten zu schnorcheln. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Schnell legten wir Stingersuit, Schnorchel und Taucherflossen an und hüpften ins kühle Nass. Für mich war es das erste Schnorchelerlebnis meines Lebens und so war ich trotz nicht ganz klaren Wassers total von den zahlreichen Korallen und Fischen beeindruckt, die wir hautnah erleben konnten. Das pausenlose Schnorcheln war aber auch ziemlich anstrengend, sodass wir ganz schön außer Puste waren, als wir zurück aufs Boot kletterten und schließlich zurück nach Airlie Beach schipperten. 



Der Ausflug hat sich auf jeden Fall total gelohnt. Wir haben drei wundervolle Spots der Whitsunday Insel kennengelernt, waren baden an einem der weißesten Strände der Welt, hatte ein super leckeres Mittagessen und sahen wunderschöne Unterwasserwelten. Obendrein war die Crew echt richtig freundlich, gingen ständig auf uns zu, machten Scherze, kümmerten sich um diejenigen, denen die Schifffahrt nicht ganz so wohl bekommen ist. Also solltet ihr jemals die Whitsundays besuchen wollen, kann ich die Whitehaven Xpress Tour ganz ehrlich empfehlen! 

Damit bin ich doch auch fast schon wieder auf dem aktuellen Stand, fehlt nur noch ein Bericht über Townsville und Magnetic Island – unsere Stopps zwischen Airlie Beach und Mission Beach, wo wir uns momentan befinden, bevor es morgen früh weiter nach Cairns geht. Hui, der erste Reisemonat ist schon um. Ein weiterer Monat und ich werde wieder in Deutschland sein. Verrückt, wie schell die Zeit verfliegt! Doch ich versuche jeden einzelnen Tag zu genießen. Was hier oben im tropischen Klima gar nicht so einfach ist, da die ständige schwüle Hitze echt anstrengend ist... Zum Glück geht es nach unserer Cairns-Woche in den Süden nach Adelaide, wo es gar nicht mehr soooo heiß sein wird (d.h. es sind nicht mehr ganz jeden Tag 30°). Laaangsam kehrt der Herbst in Australien ein. Doch noch ein wenig darf ich in Queensland vor mich hin schwitzen...

Tropische Grüße
Hanna 🐨

Mittwoch, 15. Februar 2017

Stopp 2: Rainbow Beach & Fraser Island

"6 Nächte." – Beim Beantworten der Frage, für wie lange wir in das Hostel einchecken würden, wirkte der Rezeptionist ziemlich überrascht. Die meisten Leute verbringen hier nämlich nur 1-2 Tage als Zwischenstopp, bevor sie eine mehrtägige Tour auf Fraser Island machen.
Tja, wir wollten uns eben auch Rainbow Beach selbst ganz genau anschauen. Blöd nur, dass es hier gar nicht sooo viel zu tun gibt. Es gibt einen Strand, der keine 5 Minuten entfernt ist, und einen Nationalpark, ungefähr zwanzig Minuten zu Fuß, eine Straße mit überteuerten Souvenirshops und ein paar Getränkeautomaten. Oh, und dann gibt es natürlich dieses mehr oder weniger wundervolle Hostel, in dem die meisten Gäste stundenlang im Aufenthaltsraum vor ihren Handys sitzen und das kostenlose WLAN ausnutzen. Meine Freundin und ich wollte wenigstens etwas aktiver sein und so gingen wir fast jeden Tag zum Strand. Rainbow Beach ist an und für sich ein sehr schöner Strand – nur nicht zum Baden, weil die Wellen dauerhaft recht reißerisch sind und es deswegen gar nicht so ungefährlich ist, hier schwimmen zu gehen. Daher haben wir uns auch nicht so weit raus getraut. Doch auch wir ließen es uns nicht nehmen, uns im flacheren Wasser ein bisschen von den Wellen durchrütteln und umhauen zu lassen.
Ansonsten verbrachten wir einfach viel Zeit damit, im Sand zu sitzen, zu lesen, Musik zu hören, zu schreiben und Ukulele zu spielen. Ich habe mir nämlich endlich eine hier in Australien gekauft. In wie weit sich das noch für die nächsten sieben Wochen lohnt, möchte ich jetzt bitte nicht ausdiskutieren.

Mein persönliches Rainbow-Beach-Highlight war der Sonnenaufgang, den wir uns am Montag angesehen haben. Zuerst war ich von der Idee, um fünf Uhr aufzustehen, nicht so angetan und so war ich letzten Endes umso glücklicher, dass meine Reisekollegin eine echte Überredungskünstlerin ist, denn als wir ihre Idee schließlich in die Tat umsetzten, war ich begeistert. Wir schlichen also früh am Morgen aus unserem Zehn-Bett-Zimmer und gingen – noch im Schlafanzug – an den Strand, wo sich uns 20 Minuten später ein atemberaubender Anblick bot. Ich bin noch immer hin und weg und möchte jetzt bitte an jedem unserer Reisestopps einen Sonnenaufgang beobachten. Guckt euch die Fotos an! Ich versichere, in echt war es noch viel beeindruckender! ♡







Sehr interessant war auch unsere Wanderung zu Carlo Sandblow. Was klingt, wie ein talentloser deutscher Schlagersänger, ist eigentlich eine wunderschöne Sanddüne mitten im Wald, von der man eine unglaublich gute Sicht hat. Auf der einen Seite kann man den Pazifik sehen und mit etwas Glück sogar Buckelwale erspähen. (Dazu ist momentan allerdings die falsche Saison.) Auf der anderen Seite kann man einen großen Teil des Nationalparks überblicken und fabelhafte Sonnenuntergänge beobachten. Leider war es an dem Abend, den wir dort verbrachten, sehr bewölkt, sodass wir lediglich wahrnahmen, wie es langsam dunkler wurde – ohne beeindruckendes Farbenspiel am Himmel. Naja. Man kann nicht alles haben. Dafür hatten wir zuvor einen spektakulären Sonnenaufgang.

Abgesehen vom Strand und diesem Nationalpark kommen die meisten Reisenden, wie gesagt, hierher, um eine Tour zu Fraser Island zu unternehmen. Wir hatten unsere Tagestour am Samstag und die hat sich richtig gelohnt! Es ist schon ein Abenteuer für sich, mit dem Bus den 75 Mile Beach (der Name erklärt sich von selbst) und die hügeligen Wege auf der Insel entlangzufahren. Da wird man echt ordentlich durchgeschüttelt! Wer schnell seekrank wird, sollte sich eine solche Tour zweimal überlegen. Doch es lohnt sich. Die größte Sandinsel der Welt bietet wundervolle Szenerien: Der scheinbar endlose Strand, die riesigen Sanddünen, der Regenwald und die fast 200 Seen, von denen wir allerdings nur einen besuchten – Lake McKenzie. Wenn man diesen besucht, fühlt man sich, als wäre man soeben auf magische Art und Weise in das Bild auf einer Postkarte gehüpft: Kristallklares Wasser, in dem sich der Himmel spiegelt, weißer Sandstrand, umgeben vom Grün der umstehenden Bäume und kein Wölkchen am Himmel. Wir waren BEEINDRUCKT – völlig hin und weg. Etwas vergleichbares hatte ich noch nie zuvor gesehen. (Da kann unser geliebter Kretzschauer See nicht mithalten, mein liebes Gurkenrudel… :D) Wieder kann ich nur auf die Fotos verweisen, weil mir keine anderen Wörter als wunderschön und unfassbar in den Sinn kommen…







Neben der wunderhübschen Natur war ich an diesem Tag übrigens auch sehr angetan vom Mittagessen, weil es Buffet gab und nach der ersten Woche als Backpacker fühlt man sich dabei plötzlich wie eine Prinzessin – keine stickige Hostelküche, nicht selber kochen müssen, bezaubernd

Unser Tourguide Cam führte uns ein wenig durch den Regenwald, erzählte uns viel über Pflanzen, die die Aboriginies zum Kochen, Bauen und Heilen nutzten, und über Fraser Islands Fauna. Als wir an unserem letzten Stopp, Eli Creek – dem größte Bach der Insel, mit dem stündlich bis zu 4 Millionen Liter (!!!) Süßwasser in den Ozean fließen – ankamen und noch immer keinen Dingo gesehen hatten, war ich ein bisschen enttäuscht. Schließlich sind diese Hunde das Markenzeichen der Insel. Doch Cam, der wirklich beste Tourguide der Welt, ließ niemanden unzufrieden nach Hause gehen. Auf der Rückfahrt zur Fähre – erneut ging es den 75 Mile Beach entlang – rief er plötzlich „DINGO!“ und fuhr rechts ran und da schlich tatsächlich ein sandfarbener Hund am Rande Düne entlang, huschte um unseren Bus herum und verschwand zwischen den Bäumen. Ich war baff! ♡


Es grünt so grün... in Frasers Regenwald


Müde aber überglücklich setze Cam uns eine Stunde später vorm Hostel ab, wo wir nur noch Dinner kochten und uns – noch immer total begeistert – ins Bett fallen ließen. Dieser Ausflug war wirklich ein spektakuläres Erlebnis.

Mir gehen übrigens die Adjektive aus und ich fühl mich beim ständigen Synonymesuchen schon, wie eine dieser Personen, die Texte für Reisemagazine verfassen. Aber manche Plätze verdienen es einfach so hochgelobt zu werden. Wir können uns echt glücklich schätzen auf einem Planeten mit so wundervollen Orten leben zu dürfen!


Ein Abend an Rainbow Beach


Nun befinden wir uns bereits an Stopp 3: Hervey Bay. Doch davon erzähle ich euch das nächste mal, ihr Lieben!

Unbeschreibliche Grüße
Hanna 🐨

Mittwoch, 8. Februar 2017

Stopp 1: Noosa

Wie im letzten Eintrag schon erwähnt, verbrachten wir unsere ersten Tage in Noosa. Darüber gibt es gar nicht so viel zu erzählen. Wir verbrachten einen Tag im Nationalpark und zwei Tage am Strand, genossen die Natur, den Sonnenschein, die Wellen. Während meine Reisepartnerin schon diverse Male in Hostels geschlafen hatte, hatte ich nun zum ersten Mal die Möglichkeit, mich ans Backpackerleben zu gewöhnen. Du lebst mit Fremden aus aller Welt auf engstem Raum, teilst Badezimmer und Küche, schließt deine Wertsachen in Spinde und machst den ganzen Tag, was du willst. Eigentlich ganz nett und für die nächsten 8 Wochen hoffentlich gut auszuhalten. 🤗

Ohne weitere Worte zu verlieren, teile ich einfach ein paar Fotos, um euch einen Einblick in die wunderschönen Szenerien in und um Noosa zu geben! 












"Noosa ist eine elegante Ferienstadt mit einem atemberaubenden Landschaftsbild,
das sich aus Stränden mit kristallklarem Wasser und tropischen Regenwäldern zusammensetzt." 













Im nächsten Post werde ich euch dann vermutlich von Stopp Numero 2 berichten: Rainbow Beach, 120km weiter im Norden! Bis dahin...

Zauberhafte Grüße
Hanna 🐨

Dienstag, 6. Dezember 2016

Mittwoch, 30. November 2016

Monatsrückblick Oktober und November: Altes und Neues

Hi. 
Da bin ich wieder. Knapp einen Monat später. Ohne gute Ausrede. Ich weiß nicht, wo meine Muse zum Schreiben abgeblieben ist, aber vielleicht sollte ich sie nun einfach in den Kleiderschrank sperren, um sie zukünftig jederzeit parat zu haben...

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Am besten im Oktober. Schließlich möchte ich mit diesem Beitrag gleich 2 Monate zusammenfassen. Das ist in der Tat eine Herausforderung, weil die Erinnerungen an meine letzten Erlebnisse in Sydney durch die lange Schreibpause und den Umzug bereits etwas verblasst sind. (Wie gut, dass du so einen ordentlichen Kalender führst, in dem du Vergangenes nachschlagen kannst, Hanna.) 
Diverse Ausflüge hatte ich noch gar nicht erwähnt, weshalb ich sie jetzt schnell zusammen fassen werde.

  • auf der Farm: Ich begleitete Jake und seine Mum auf eine (für europäische Verhältnisse nicht wirklich) alte Farm, wo wir ein (ebenfalls für Europäer nicht wirklich altes) Haus besichtigen, Pferde und Hühner füttern konnten. Bis heute ist es uns ein Rätsel, warum Jake sich vor den Hühner fürchtete, doch von den riesigen Pferden gar nicht genug bekommen konnte.
  • Au-pair-Treffen in Manly
  • Abstecher ins Australian Museum
  • Taronga Zoo Parade: Dieses Highlight fand am 15. Oktober in der City statt. Zehn bunt beleuchtete Tierskulpturen wurden dabei vom Hyde Park zum Opera House gezogen, um die Menschen auf vom Aussterben bedrohte Tiere aufmerksam zu machen. Eine wunderschöne Aktion! Tut euch einen Gefallen und schaut euch hier ein paar Bilder dazu an! ♡
  • Whale Watching am Darling Harbour: Das war ein fantastisches Erlebnis! Gemeinsam mit einer Freundin nahm ich an einer dreistündigen Tour durch die Gewässer vor Sydney teil, wo wir nach kurzer Zeit tatsächlich einige Buckelwale beobachten konnten. Wale sind wunderschön! Sie sind so riesig und wirken doch so friedlich. Bis zum nächsten Winter lassen sie sich nicht mehr in Küstennähe blicken. Nun ziehen sie durch die Ozeane bis im Mai die Whale Watching Saison von Neuem beginnt. Wer also in den kalten Monaten mal in Sydney ist, sollte sich dieses Naturspektakel nicht entgehen lassen!




  • Opernvorstellung: Das war ein grandioser Freitagabend! Eine Freundin hatte von ihren Gasteltern zwei Karten für die Premiere von The Opera (The Eighth Wonder) geschenkt bekommen und mich mitgenommen. Dafür bin ich ihr noch heute unglaublich dankbar, denn diese open air Vorstellung  auf den Treppen zum Opernhaus selbst, die sich komplett um die Entstehung des Gebäudes und den dänischen Architekten Jørn Utzon drehte, war überwältigend! Wow! 

  • Coastal Walk: Mein letztes Sydneyhighlight war der Coogee to Bondi Beach Walk, zu dem mich eine Freundin überredete. Hätte ich vorher gewusst, wie unglaublich einzigartig und wunderschön all die Ufer sind, wäre gar keine Überredungskunst notwendig gewesen, denn trotz viel zu heißem Wetter haben sich diese 6km Fußmarsch wahrlich gelohnt! Noch nie zuvor, habe ich so hübsche Strände live gesehen. Wir bereuten es jedoch auch ein wenig, bei jenem strahlenden Sonnenschein keine Badesachen mitgenommen zu haben... 


Guckt euch diese wundervollen Bilderbuchaufnahmen an! Ich bin noch immer hin und weg. ♡

Über meinen Umzug hatte ich euch ja ein wenig auf dem Laufenden gehalten. Seit dem 1. November bin ich nun in Brisbane und obwohl der Anfang recht hart war, geht es mir inzwischen grandios! Das habe ich vor allem den lieben Menschen zu verdanken, die ich bei Hillsong kennenlernen durfte, meinen Freunden aus der UQ Connect Family. Seit ich mich regelmäßig mit ihnen treffe, mit ihnen zum Gottesdienst gehe, rede, lache, Lobpreis singe, bete – erlebt mein Glaube einen Aufschwung und mit ihm auch meine Lebensfreude, Energie und mein Optimismus. Das mag für den ein oder anderen vielleicht kitschig klingen, doch ich habe das Gefühl, endlich etwas erreicht zu haben, wonach ich mich seit Jahren gesehnt habe. Es ist, als sei ich endlich in meinem Glauben angekommen, und mehr noch: Ich weiß endlich, dass es einen Grund gab, warum alles so kommen musste, wie es kam und ich meine ehemalige Gastfamilie verlassen musste.



 Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt. 
Sprüche 16,9 (LUT)



Wer die ein oder andere Hillsong Church schon betreten hat, wird vielleicht gemerkt haben, dass der Slogan WELCOME HOME ziemlich oft zu lesen und zu hören ist. Ich darf dieses Ankommen momentan tatsächlich erleben und das ist das Beste, was mir bisher in Down Under passiert ist. Andere Menschen verbinden Australien wohl mit dem Uluru, dem großen, roten Felsen im Outback, oder mit kuscheligen Koalas, so wie ich es bisher getan habe. Doch nun wird dieser Kontinent immer einen ganz besonderen, emotionalen Wert für mich haben. Ich habe ein zweites Zuhause... Um genau zu sein, habe ich inzwischen 3 Gastfamilien: Eine in Sydney, die ich schon jetzt vermisse, aber Ende Dezember endlich wieder besuchen werde, und zwei in Brisbane: bei der einen lebe ich, bei der anderen erlebe ich. Und ich liebe sie alle! 

Mit meinen Freunden aus der Gemeinde war ich inzwischen diverse Abende in der City unterwegs, was ganz cool ist, weil ich somit automatisch sowohl sie und als auch die Stadt besser kennenlernen kann. Vor zwei Wochen fuhren wir gemeinsam an die Gold Coast, um zu shoppen und den Abend in Surfers Paradise zu verbringen. Das war für mich der beste (und einzige) Ausflug seit langem! Eine wunderschöne Gegend (sehr touristisch allerdings). Ein sauberer Sandstrand. Acht junge Menschen. Eine Zugfahrt voller Worship-Gesang. Jede Menge Gelächter. Gemeinsames Abendessen. Was will man mehr? 

Eine happy Hanna vor der beeindruckenden Skyline von Surfers Paradise.

Wie gesagt, gab es noch keine weiteren wirklichen Ausflüge und dennoch habe ich auch mit kleinen Erlebnissen eine super Zeit hier in Brissy
  • Ich ging zum monatlichen Brisbane Au Pair Mingle bei Peterpans, das wir in der benachbarten Bar mit einem Flocktail – ich habe noch immer keine Ahnung, warum der Wodka-Ananas-Cocktail so genannt wurde – ausklingen ließen.
  • Es gibt hier 3 Mädels, mit denen ich mich wöchentlich zum Sport treffe, und darf jetzt stolz behaupten, einmal in meinem Leben 10km gejoggt zu sein!
  • Ich hatte endlich mein erstes typisch australisches Barbecue mit meiner Gastfamilie. (Sonne - Pool - Würstchen. Eine super Kombi!) 
Wenn dein Hintergarten aussieht wie ein Urlaubsresort...

Nun hoffe ich, dass dieser Post wenigstens zu einem kleinen Teil all die versäumten Berichte vergangener Wochen  wiedergut macht und euch einen Einblick in mein momentanes Dasein gibt. Wie schon so oft beende ich auch diesen Beitrag mit dem leeren Versprechen, in Zukunft mehr zu schreiben (na mal sehen...) und mit einem riesengroßen

D A N K E S C H Ö N !

an all die Menschen da draußen in Deutschland (und auch die in Australien, Peru und Kanada...), die ich meine Freunde nennen darf und die mich auf meiner Reise begleiten, obwohl sie soweit weg sind, die mit mir skypen, mir Nachrichten schreiben, Sprachmemos, Briefe und sogar Adventskalender (M.♡) schicken! Ich habe euch so super lieb und bin so dankbar, euch zu haben. Ohne euch wäre ich nicht hier, weil ich die Entfernung ohne eure Unterstützung niemals ertragen würde. Danke. Danke. Danke!

Dankbare Grüße
Hanna 🐨

Samstag, 24. September 2016

Nass – Nasser – Sydney Jet Boat Ride

Diesmal lasse ich euch nicht eine ganze Woche auf den nächsten Blogeintrag warten. Diesmal kommt er sofort! 😉

Heute hatte ich mein bisher wohl extremstes Erlebnis. Meine norwegische Freundin fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr eine 30-minütige Jet Boat Tour durch den Sydney Harbour, Port Jackson, zu unternehmen. Natürlich hatte ich Lust darauf! Und so bestellte sie schon letzte Woche unsere Tickets, die es derzeit etwas günstiger gibt. 
Wir trafen uns nachmittags am Circular Quay. Dort mussten wir ganz hässliche, riesige, lila Kapuzencapes an- und unsere Schuhe ausziehen, sodass wir alle aussehen, als würden wir einer okkulten Sekte angehören. Wir bekamen Schwimmwesten für den Notfall, die Anweisung uns jederzeit gut festzuhalten und ein wenig später schon saßen wir mit ungefähr 20 weiteren Leuten jeden Alters im Jet Boat. 
Ich habe ja erwartet, dass ich bei dieser Tour etwas nass werde. Ich habe jedoch nicht erwartet, dass ich nach einer halben Stunde auf diesem Boot komplett von oben bis unten durchnässt sein würde! Haha! Es war famos! 
Zunächst verließen wir das dicht befahrene Gewässer vorm Opernhaus in gemäßigtem Tempo und plötzlich folgte mit Highspeed eine Drehung auf die nächste, sodass niemand trocken blieb. Wir schrien und johlten jedes Mal, wenn unser Guide das Boot in die Kurve legte und die aufkommenden Wellen alles und jeden durchnässten. Ich habe keine Ahnung, aus welchem Grund wir diese lila Capes tragen sollte. Die haben echt nichts gebracht. Dafür sahen alle sehr lustig aus. Wir genossen es, den Hafen Sydneys auf eine solch spektakuläre Art und Weise aus verschiedenen Winkeln kennenzulernen und das Salzwasser im Gesicht zu spüren (... und zu schmecken). Den ganzen Tag lang schien die Sonne. Heute durfte ich mal wieder erleben, was es heißt, richtig gute Laune zu haben und den Moment zu genießen. Die vollen 30 Minuten war ich mit Grinsen, Lachen, Kreischen oder Jubeln beschäftigt. Aus diesem Grund kann ich jedem, der mal nach Sydney kommt, diese Tour wärmstens empfehlen. Diese $39 haben sich voll und ganz gelohnt! 
Auch im Anschluss waren wir noch total gut gelaunt und aufgedreht, kauften uns Eis und sahen uns die Entfesslungsnummer eines Straßenkünstlers an. Dabei bemühten wir uns, in der Sonne zu stehen, in der Hoffnung, unsere Klamotten würden irgendwann trocknen. Leider ist es auch recht windig gewesen, sodass wir allmählich zu frieren begannen. So suchten wir Zuflucht im MCA. Das Museum of Contemporary Art kostet keinen Eintritt und bietet so jedem die Gelegenheit, zeitgenössische Kunst zu bestaunen. Ich bin wirklich schlecht darin, Kunstwerke zu interpretieren, insbesondere wenn es sich um solch moderne Dinge handelt. Daher bin ich am Überlegen, dieses Museum eines Tages noch einmal alleine zu besuchen, um mir mehr Zeit zum Betrachten und Bedenken der einzelnen Ausstellungsstücke zu nehmen. Insbesondere das Refugee Art Project hat mein Interesse geweckt. Doch über das MCA werde ich, falls ich tatsächlich ein zweites Mal hingehen werde, wann anders berichten. 
Der heutige Tag wird mir in erster Linie durch unseren grandiosen Jet Boat Ride in Erinnerung bleiben. Wow, bin ich froh, das erlebt zu haben! ♪

Durchnässte Grüße
Hanna 🐨

Dienstag, 6. September 2016

Von Fischen und Promis.

In meinem letzten Post berichtete ich ja bereits von meinen zahlreichen Septemberwochenendsplänen. Dieser Monat ist deshalb so gut durchgeplant, weil ich mir mit einer Freundin den 5 Attraction Pass kaufte, eine sehr preiswerte Eintrittskarte für fünf Sensationen Sydneys. Diesen Sonntag waren das Sea Life Aquarium und Madame Tussauds an der Reihe.


Common Sydney Octopus
Meine Begleitung, eine deutsche Au-pair, mit der ich vor zwei Wochen auch schon den Color Run erlebte, und ich trafen uns im QVB, dem Queen Victoria Building, zum Mittagessen und Bummeln. Danach wurde es Zeit, zum Darling Harbour zu gehen, um das das Sea Life zu besichtigen. Es bietet eine Vielzahl an Aquarien mit Fischen aus aller Welt und allerlei Möglichkeiten, etwas über die Tiefen der Meere zu lernen: So hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben die Chance, eine Seegurke zu streicheln, was zugegebenermaßen nicht sonderlich beeindruckend klingt... War es auch nicht, nur etwas glitschig.
Am interessantesten waren die beiden Glastunnel: Neben und unter Seekühen, sogenannten Dugongs, langzulaufen, ist irgendwie süß, weil diese Tiere trotz ihrer massigen Körper sehr sanft wirken. Der Haitunnel hingegen war schon ein wenig beängstigend, obwohl Haie von unten echt witzig aussehen. (Leider war ich jedesmal zu langsam, ein Foto aus dieser Perspektive zu machen.) 

Umso mehr fotografiert wurde dann im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds. Obwohl wir so einige der nachgebildeten Promis gar nicht kannten – es sind eben diverse australische Berühmtheiten dabei, von denen ich nie zuvor gehört hatte – hatten wir viel Freude daran, mit nahezu jeder einzelnen Figur Bilder zu machen. Wir begegneten Sängern und Schauspielern, Politikern und berühmten historischen Persönlichkeiten. Am spaßigsten war die Filmabteilung, in der sich einige Superhelden befanden. Das hätte mein Gastjunge Jake sicherlich auch genossen. Schließlich bestehen 80% seiner Spielzeuge aus Marvel- und DC-Actionfiguren.
Viel erzählen kann man über Madame Tussauds ansonsten allerdings nicht. Da lohnt es sich eher, ein paar Bilder anzusehen, oder einem der Wachsfigurenkabinette, die es heutzutage ja auf der ganzen Welt zu finden gibt, mal selbst einen Besuch abzustatten.


Madame Tussaud bei der Arbeit
Australischer geht's nicht:
Steve Irwin, der Crocodile Hunter,
† 4. September 2006

Chillen mit Cook






Nachdem wir drei Stunden zwischen all den Statuen verbracht hatten, knurrten unsere Mägen ganz schön und so genossen wir ein leckeres (und teures) Abendessen in einem der zahlreichen Restaurants am Darling Harbour, bevor wir wieder nach Hause fuhren.






In den nächsten Wochen erwarten uns also noch 3 weitere Attraktionen Sydneys, aber um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob diese unsere beiden bisherigen Besuche noch toppen können... Ich lasse mich überraschen! 


Sensationelle Grüße
Hanna 🐨