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Montag, 9. Januar 2017

Monatsrückblick Dezember: Sydney, (M)eine Weihnachtsgeschichte und der Start in ein neues Jahr

Hey ihr Lieben! <3

Long time no see! Und ich werde keine Ausrede dranhängen. :D 
Doch ein weiterer Monat (ja, sogar ein Jahr) ist vergangen und euch steht wie immer ein kleiner Rückblick zu. In erster Linie jedoch werde ich von meinem Urlaub in Sydney berichten. Dort hatte ich eine wundervolle Zeit. Ich feierte Weihnachten und Silvester mit tollen Menschen, wohnte wieder bei Jake und Deeyaa, hatte die Chance, erneut meine Freunde zu treffen, und es war eine große Überraschung, dass ich für die kurze Zeit, die ich in Sydney war, tatsächlich einen Nebenjob gefunden hatte. Ich arbeitete als Fundraiser für Kids Hope Australia, verbrachte also einige Tage damit, Menschen zu überreden, lustige Rentier- später auch Neujahrshüte für einen guten Zweck zu kaufen. Das ist nicht der schönste Job, aber Hey!, ich bin dankbar, überhaupt etwas gefunden zu haben.

Heilig Abend war in erster Linie eine merkwürdige Erfahrung: Von 10 bis 15 Uhr arbeitete ich, d.h. ich stand mit meinen Rentierhüten vor einem Shopping Center und nervte sämtliche Anwesenden, sie sollen doch passend zu Weihnachten noch ein Geweih kaufen.

Auf den abendlichen Gottesdienst im Convention Centre, Hills Campus freute ich mich schon den ganzen Tag. Blöd nur, dass der riesige Saal, als ich eintraf, schon voll war, und ich somit im Hub – einem kleineren Nebengebäude – landete. Als ich den Saal betrat, war ich schon recht enttäuscht: Da bin ich am 24. Dezember in Sydney und habe es nicht mal ins CC geschafft (eine Live-Übertragung des Gottesdienstes hätte ich mir genauso gut in Brisbane angucken können) und plötzlich kam mir auch der Gedanke, wie schön es doch wäre, jetzt mit meiner Familie in der kleinen gemütlichen Kirche in Theißen zu sein, beim Krippenspiel mitzuwirken, O du fröhliche zu singen und anschließend mit meinen Eltern und meinem Bruder im Wohnzimmer zu sitzen, gemeinsam Abend zu essen und Geschenke auszupacken. Ich aber saß ganz alleine in einer Kirche in Sydney, 16 000 km entfernt von meiner Familie, und obwohl mich Hunderte von Menschen umgaben, fühlte ich mich zum ersten Mal seit langer Zeit richtig einsam. Da konnte ich nicht mehr und musste einfach weinen. 

Manchmal, wenn wir das Gefühl haben, ganz am Boden zu sein, schickt Gott uns einen Engel – einen Engel in Menschengestalt. Das ist in den meisten Fällen wohl auch viel praktischer als ein echter Engel Gottes. Der würde in einem rappelvollen Saal schon recht viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen und müsste zuerst die ganze "Fürchtet euch nicht!"-Nummer abziehen, bevor er schließlich seine guten Neuigkeiten überbringen könnte. Nee, das hätte wohl alle Anwesenden überfordert. Da gab es eine bessere Möglichkeit.

Der Engel, den Gott mir an Heilig Abend vorbeischickte, als ich mich so sehr nach Zuhause sehnte, dass ich nicht aufhören konnte zu weinen – dieser Engel war eine junge Frau namens Annie, die zu mir kam und mich fragte, warum ich so traurig sei. 
Ich erzählte ihr, dass es mein erstes Weihnachten ohne meine Familie sei, dass ich alleine zur Kirche gekommen wäre, dass ich meine Freunde in Brisbane vermisste und momentan einfach Heimweh hätte. Annie hörte mir zu und erzählte mir anschließend, sie kenne das Gefühl, weil sie vor 14 Jahren von Amerika hierher gezogen sei. Zu ihrer allerersten australischen Weihnacht fühlte sie sich ganz genauso. Ihr Mitgefühl und die Einladung, ich könne mich mit zu ihr und ihrer Familie setzen, war ein riesiger Trost für mich. So konnte ich den Gottesdienst doch noch genießen und mich darauf konzentrieren, was Weihnachten – mal abgesehen von Coca-Cola, Geschenken und Kommerz – eigentlich ausmacht: Die Geburt Jesu und was das für uns Menschen bedeutet. Kurzer Abstecher in die Predigt: Wusstet ihr, dass Gott das Normale liebt? Er braucht keine Extravaganz, keine ausgefallenen Begebenheiten, um zu wirken. Nein, Gott liebt das Stinknormale sooo sehr, dass sein einziger Sohn in einem Stall geboren wurde von einer Frau aus Nazareth. (Nazareth war damals vielleicht in etwa so bedeutend wie Theißen. Ach, nicht mal. In Theißen gibt's wenigstens Globus...) Nazareth war klein und unbedeutend. Heute würden wir das vielleicht als Kuhdorf oder Kaff bezeichnen. Und trotzdem war Jesus bekannt als Jesus aus Nazareth. Der Sohn Gottes wurde geboren von einem stinknormalen Mädchen – ihr ist ein Engel erschienen – in einem stinknormalen (hier, ist stink wohl sogar wortwörtlich zu verstehen) Stall. Er wurde besucht von stinknormalen Hirten mit stinknormalen Schafen – auch ihnen ist zuvor ein Engel erschienen. Ist das nicht beruhigend? Wir müssen nicht aus der Masse herausstechen, um von Gott gesehen zu werden. Wir müssen nichts großartiges leisten, damit Gott uns einen Engel schickt. Nein, Gott kennt unsere Namen, jeden einzelnen von uns. Er kennt und liebt dich, auch wenn du stinknormal bist. :) Für Ihn bist du etwas ganz besonderes, sogar weil du stinknormal bist. Gott liebt das Durchschnittliche. Dafür gibt es noch etliche andere Beweise, doch hey ich bin nur die Pfarrerstochter. Da gibt's Menschen, die das wohl noch wesentlich besser erklären können. :D
Fakt ist, die Geburt Jesu verwandelte eine stinknormale Nacht in eine ganz besondere, so besonders, dass wir sie 2000 Jahre später noch feiern, weltweit, alt und jung, dick und dünn (naja, nach den Feiertagen wohl eher alle dick ...)


Nach der Predigt folgte das Krippenspiel. Das ist Zuhause übrigens andersrum... Die Gemeinde war schon recht beeindruckt, als Maria auf einem echten Esel in den Saal kam, die Schäfer zwei Lämmer mit sich führten und die drei Weisen zwei echte Dromedare. Wow. War ich froh, dass keines der Tiere in diesen aufregenden Minuten sein Geschäft verrichten musste. Lustig, im Convention Centre ist einem Dromedar nämlich genau das passiert, wie mir später erzählt wurde. 

Den 25. Dezember konnte ich schon wesentlich mehr genießen: Annie hatte mir für den Gottesdienst einen tollen Platz freigehalten und ich lernte einen freundlichen Hillsong-Studenten kennen. Den Nachmittag verbrachte ich mit Jake und Deeyaa – typisch australischer Weihnachtsfeiertag – im Pool. :) 

Auch die restlichen Dezembertage vergingen schnell und dann klopfte 2017 an. Silvester in Sydney ist schon eine sehr aufregende Erfahrung. Das riesige Feuerwerk an der Harbour Bridge ist weltbekannt und ich bin überglücklich, jene Nacht mit zwei Freundinnen aus Deutschland verbracht haben zu können. So startete ich zwar am anderen Ende der Welt ins neue Jahr, doch in gewisser Weise war ein kleiner Teil meiner Heimat bei mir. ♡ 

Und da sind wir nun: 2017! Ist das nicht cool? Ich weiß, dass sich viele Menschen auf dieses Jahr freuten, weil 2016 sich aufgrund zahlreicher Katastrophen und gestorbener Prominente insbesondere online sehr unbeliebt gemacht hat. Doch um ehrlich zu sein, ich habe 2016 geliebt! Ich wage sogar zu behaupten, es war das tollste Jahr meines bisherigen Lebens: Es begann mit zwei wundervollen Theaterpremieren, ging weiter mit meinem Schulabschluss (whooh-saa!!), einer genialen Zeit in Japan und Schwupps! befand ich mich in Australien! 3 Monate Sydney, 2 Monate Brisbane. Etliche wundervolle Ausflüge, Kennenlernen grandioser Menschen, Hillsong! ♡ 
Hey, mein Jahr war genial, doch das Beste ist: The best is yet to come! 2017, du bist dran!




Mein letzter Tag in Sydney: The beauty of Palm Beach.

Einen letzten Monat werde ich nun noch in Brisbane in meiner vierten und definitiv letzten Gastfamilie verbringen – diese Anzahl an Gastfamilien war ursprünglich nicht geplant, haha, aber ich bin froh darüber, wie alles gekommen ist, denn somit hatte ich die Chance viele fantastische Menschen zu treffen und jede Menge Erfahrung mit Kindern jeden Alters zu sammeln – und im Februar beginnt meine zweimonatige Reise. Die Zeit rast. Grund genug, jeden einzelnen Tag zu genießen! 

Ich hoffe, auch hier hattet wunderbare Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr! Das wird ein richtig cooles Jahr, versprochen! ♡

Neujahrsgrüße
Hanna 🐨

Sonntag, 25. Dezember 2016

Momentaufnahme #16




Frohe Weihnachten! ♡

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Update vom 21. Dezember

Hey ihr Lieben!
Momentan sitze ich (wieder einmal) wartend am Flughafen, Domestic Departures, und werde mich in wenigen Stunden hoch oben in der Luft Richtung Süden befinden.
Ich habe zwei Wochen Urlaub und diese werde ich in Sydney verbringen. Ich freue mich schon richtig darauf, wieder bei Jake und seiner Mum unterzukommen, meine Freunde wiederzusehen, an Weihnachten den Gottesdienst im Hills Campus zu besuchen und an Silvester das wohl beeindruckendste Feuerwerk meines bisherigen Lebens an der Harbour Bridge zu sehen!

In letzter Zeit habe ich mich wie immer kaum gemeldet, dabei ist sogar einiges nennenswertes geschehen: Die letzten zwei Wochen beispielsweise lebte ich in einer anderen Gastfamilie – jep, das ist meine dritte – einfach aus dem Grund, dass meine eigentliche Brisbane-Gastfamilie momentan nicht so viel Hilfe nötig hatte und ich gerne beschäftigt bleiben möchte. Daher vermittelte mich mein Gastvater Paul kurzerhand an eine befreundete Familie weiter. Die letzten 14 Tage lebte ich also zusammen mit einem ganz liebevollen Elternpaar, einem siebenjährigen Jungen, einem dreijährigen Mädchen und einem Baby. Es herrschte jederzeit eine total gemütliche, lockere Atmosphäre, weil ich nicht wirklich als Au-pair angestellt war, sondern einfach ohne speziellen Aufgabenplan ein bisschen mithalf: Hier mal Spülmaschine ausräumen, da mal Kind beschäftigen, heute mal Abendessen kochen, morgen mal Baby ins Bett bringen. Das hat mir übrigens am meisten Spaß gemacht. Es handelte sich nämlich um ein sehr liebes und sehr süßes Baby! 😃
Gemeinsam bereiteten wir uns auch auf Weihnachten vor: Diese Woche wurden Plätzchen gebacken und hausgemachter Plumpudding gekocht, Deko gebastelt und Geschenke eingepackt. Die Kids haben immer fleißig mitgeholfen … vom Aufräumen im Nachhinein mal abgesehen.


Ich verbrachte natürlich auch wieder jede Menge Zeit mit der Gemeinde. Auch hier wuchs die Weihnachtsstimmung: Das Powerhouseteam organisierte eine Christmas Party, in den Gottesdiensten wurden Weihnachtslieder gesungen, es gab zwei Stuff the Bus Wrapping Sessions (Im Laufe der letzten Wochen wurden nämlich ganz viele Sport- und Spielsachen, Getränke und haltbares Essen für ärmere Familien Brisbanes gespendet und diese haben wir gemeinsame eingepackt. Das war ein Spaß!) und das große Finale bildete das Christmas Carols Spectacular in South Bank. Diese bunte Show brachte alt und jung auf die Bühne – singend, tanzend, frohlockend. Es war wundervoll! 

Eine atemberaubende Show: Christmas Carols Spectacular in Southbank

Ein Video gibt's hier!


Nun bin ich schon gespannt, was mich in Sydney erwartet. Was immer es sein wird... Ich lass es euch wissen!

Ganz liebe Urlaubsgrüße
Hanna 🐨

Dienstag, 6. Dezember 2016

Die spinnen, die Aussies!

Ach ja, Adventzeit... Kerzenschein, Tannenduft, Weihnachtsmärkte, Glühwein – da fällt es einem sichtlich leicht, sich in der wundervollsten Zeit im Jahr voll und ganz dem Weihnachtszauber hinzugeben... 
Darum beneide ich euch! Bei fast täglich 30°C; schwüler Luft, die einem in Kombination mit dem eigenen Schweiß das T-Shirt am Körper kleben lässt; und dem pausenlosen Verlangen in den Pool zu springen, um sich abzukühlen; ist es nämlich gar nicht so einfach auch nur den Hauch einer besinnlichen Adventszeit zu spüren. 
Während ich Weihnachten in Deutschland als ein Fest der Stille, Liebe, Familie und Gemütlichkeit empfinde, fühlt sich der Advent in Australien in erster Linie bunt, verrückt und heiß an. Natürlich wusste ich, dass ich Weihnachten im Sommer verbringen würde, und ich hatte mich vor meiner Abreise sogar darauf gefreut, aber momentan könnte ich auf dieses Klima auch ganz gut verzichten: Entweder die Sonne knallt ohne die winzigste Wolke vom Himmel oder es zieht mal wieder einer der berühmten Gewitter- und Hagelstürme Brisbanes über die Stadt. Verrückt! 
Um mich wenigstens ein bisschen in Weihnachtsstimmung zu versetzen, machte mein Gastvater mit mir vor Kurzem eine kleine Christmas Lights Tour durch die benachbarten Suburbs. Wow! Mir war nicht bewusst, dass es tatsächlich Menschen gibt, die ihr Haus und ihren Garten sooooo übertrieben mit Lichterketten und allerlei buntem, blinkendem Krimskrams beladen. Das kann man nicht mal mehr als schmücken bezeichnen. Clark Griswolds Haus aus dem Film Schöne Bescherung ist dagegen echt schön anzusehen!
Die Christmas Lights Touren sind ein wahres Highlight in und um Brisbane. Man kann sogar eine dreistündige Busfahrt buchen, um all die irren Häuser zu besichtigen. Mir reichte eine halbe Stunde, um zu sehen, wie ernst einige Australier die Sache mit dem Schmücken nehmen. Desto greller, desto besser. Am besten lässt man gar keine freie Stelle mehr übrig, sorgt dafür, dass alles bunt ist und leuchtet, blinkt und singt. 
Natürlich habe ich ein paar Fotos für euch gemacht.




Ein Dezember in Queensland ist auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. 
Auch in der Hillsong Gemeinde geht es verrückt zu. Nächsten Sonntag kommt selbst dort Santa zu Besuch und in der Woche vor Weihnachten wird in Southbank beim Christmas Carols Spectacular ordentlich gefeiert. Darauf freue ich mich schon. Denn auch, wenn ich in der Sommerhitze vor mich hinschmelze, auch wenn meine Familie auf der anderen Seite der Welt ist und ich Adventskränze, Weihnachtsmärkte und echte Tannenbäume wirklich vermisse, gibt es hier diese handvoll Menschen, die mir einfach gut tun, die ich bewundere und bei denen ich mich Zuhause fühle. Dank diesen wundervollen Geschöpfen erlebe ich hier tatsächlich die Zeit meines Lebens und trotzdem weiß ich the best is yet to come! 

Feuerwerk beim Mt Gravatt Campus: Lasst die Weihnachtszeit beginnen.

Liebe Freunde Zuhause,
genießt die Weihnachtszeit so gut ihr könnt. Feiert für mich mit, trinkt einen Glühwein für mich mit, friert für mich mit! ♡ Erfreucht euch an Weihnachtsmärkten, Stollen und Lebkuchen! Das gibt's nicht überall und darauf möchte man wirklich nicht verzichten. Fühlt euch mal alle ganz doll geknuddelt. Und wenn die Kälte euch nervt glaubt mir – Weihnachten bei 30° ist viieel schlimmer. Ich hätte liebend gerne abends heiße Schokolade, aber dafür ist es zu warm, und Klimaanlagenkälte ist auch nicht so das Wahre. Wenn ihr Schneemänner baut, schickt mir bitte Fotos! Viele meiner Freunde hier haben noch nie Schnee gesehen und würden sich ganz bestimmt über Bilder freuen!

Mehr oder weniger weihnachtliche Grüße
Hanna 🐨

Mittwoch, 30. November 2016

Monatsrückblick Oktober und November: Altes und Neues

Hi. 
Da bin ich wieder. Knapp einen Monat später. Ohne gute Ausrede. Ich weiß nicht, wo meine Muse zum Schreiben abgeblieben ist, aber vielleicht sollte ich sie nun einfach in den Kleiderschrank sperren, um sie zukünftig jederzeit parat zu haben...

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Am besten im Oktober. Schließlich möchte ich mit diesem Beitrag gleich 2 Monate zusammenfassen. Das ist in der Tat eine Herausforderung, weil die Erinnerungen an meine letzten Erlebnisse in Sydney durch die lange Schreibpause und den Umzug bereits etwas verblasst sind. (Wie gut, dass du so einen ordentlichen Kalender führst, in dem du Vergangenes nachschlagen kannst, Hanna.) 
Diverse Ausflüge hatte ich noch gar nicht erwähnt, weshalb ich sie jetzt schnell zusammen fassen werde.

  • auf der Farm: Ich begleitete Jake und seine Mum auf eine (für europäische Verhältnisse nicht wirklich) alte Farm, wo wir ein (ebenfalls für Europäer nicht wirklich altes) Haus besichtigen, Pferde und Hühner füttern konnten. Bis heute ist es uns ein Rätsel, warum Jake sich vor den Hühner fürchtete, doch von den riesigen Pferden gar nicht genug bekommen konnte.
  • Au-pair-Treffen in Manly
  • Abstecher ins Australian Museum
  • Taronga Zoo Parade: Dieses Highlight fand am 15. Oktober in der City statt. Zehn bunt beleuchtete Tierskulpturen wurden dabei vom Hyde Park zum Opera House gezogen, um die Menschen auf vom Aussterben bedrohte Tiere aufmerksam zu machen. Eine wunderschöne Aktion! Tut euch einen Gefallen und schaut euch hier ein paar Bilder dazu an! ♡
  • Whale Watching am Darling Harbour: Das war ein fantastisches Erlebnis! Gemeinsam mit einer Freundin nahm ich an einer dreistündigen Tour durch die Gewässer vor Sydney teil, wo wir nach kurzer Zeit tatsächlich einige Buckelwale beobachten konnten. Wale sind wunderschön! Sie sind so riesig und wirken doch so friedlich. Bis zum nächsten Winter lassen sie sich nicht mehr in Küstennähe blicken. Nun ziehen sie durch die Ozeane bis im Mai die Whale Watching Saison von Neuem beginnt. Wer also in den kalten Monaten mal in Sydney ist, sollte sich dieses Naturspektakel nicht entgehen lassen!




  • Opernvorstellung: Das war ein grandioser Freitagabend! Eine Freundin hatte von ihren Gasteltern zwei Karten für die Premiere von The Opera (The Eighth Wonder) geschenkt bekommen und mich mitgenommen. Dafür bin ich ihr noch heute unglaublich dankbar, denn diese open air Vorstellung  auf den Treppen zum Opernhaus selbst, die sich komplett um die Entstehung des Gebäudes und den dänischen Architekten Jørn Utzon drehte, war überwältigend! Wow! 

  • Coastal Walk: Mein letztes Sydneyhighlight war der Coogee to Bondi Beach Walk, zu dem mich eine Freundin überredete. Hätte ich vorher gewusst, wie unglaublich einzigartig und wunderschön all die Ufer sind, wäre gar keine Überredungskunst notwendig gewesen, denn trotz viel zu heißem Wetter haben sich diese 6km Fußmarsch wahrlich gelohnt! Noch nie zuvor, habe ich so hübsche Strände live gesehen. Wir bereuten es jedoch auch ein wenig, bei jenem strahlenden Sonnenschein keine Badesachen mitgenommen zu haben... 


Guckt euch diese wundervollen Bilderbuchaufnahmen an! Ich bin noch immer hin und weg. ♡

Über meinen Umzug hatte ich euch ja ein wenig auf dem Laufenden gehalten. Seit dem 1. November bin ich nun in Brisbane und obwohl der Anfang recht hart war, geht es mir inzwischen grandios! Das habe ich vor allem den lieben Menschen zu verdanken, die ich bei Hillsong kennenlernen durfte, meinen Freunden aus der UQ Connect Family. Seit ich mich regelmäßig mit ihnen treffe, mit ihnen zum Gottesdienst gehe, rede, lache, Lobpreis singe, bete – erlebt mein Glaube einen Aufschwung und mit ihm auch meine Lebensfreude, Energie und mein Optimismus. Das mag für den ein oder anderen vielleicht kitschig klingen, doch ich habe das Gefühl, endlich etwas erreicht zu haben, wonach ich mich seit Jahren gesehnt habe. Es ist, als sei ich endlich in meinem Glauben angekommen, und mehr noch: Ich weiß endlich, dass es einen Grund gab, warum alles so kommen musste, wie es kam und ich meine ehemalige Gastfamilie verlassen musste.



 Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt. 
Sprüche 16,9 (LUT)



Wer die ein oder andere Hillsong Church schon betreten hat, wird vielleicht gemerkt haben, dass der Slogan WELCOME HOME ziemlich oft zu lesen und zu hören ist. Ich darf dieses Ankommen momentan tatsächlich erleben und das ist das Beste, was mir bisher in Down Under passiert ist. Andere Menschen verbinden Australien wohl mit dem Uluru, dem großen, roten Felsen im Outback, oder mit kuscheligen Koalas, so wie ich es bisher getan habe. Doch nun wird dieser Kontinent immer einen ganz besonderen, emotionalen Wert für mich haben. Ich habe ein zweites Zuhause... Um genau zu sein, habe ich inzwischen 3 Gastfamilien: Eine in Sydney, die ich schon jetzt vermisse, aber Ende Dezember endlich wieder besuchen werde, und zwei in Brisbane: bei der einen lebe ich, bei der anderen erlebe ich. Und ich liebe sie alle! 

Mit meinen Freunden aus der Gemeinde war ich inzwischen diverse Abende in der City unterwegs, was ganz cool ist, weil ich somit automatisch sowohl sie und als auch die Stadt besser kennenlernen kann. Vor zwei Wochen fuhren wir gemeinsam an die Gold Coast, um zu shoppen und den Abend in Surfers Paradise zu verbringen. Das war für mich der beste (und einzige) Ausflug seit langem! Eine wunderschöne Gegend (sehr touristisch allerdings). Ein sauberer Sandstrand. Acht junge Menschen. Eine Zugfahrt voller Worship-Gesang. Jede Menge Gelächter. Gemeinsames Abendessen. Was will man mehr? 

Eine happy Hanna vor der beeindruckenden Skyline von Surfers Paradise.

Wie gesagt, gab es noch keine weiteren wirklichen Ausflüge und dennoch habe ich auch mit kleinen Erlebnissen eine super Zeit hier in Brissy
  • Ich ging zum monatlichen Brisbane Au Pair Mingle bei Peterpans, das wir in der benachbarten Bar mit einem Flocktail – ich habe noch immer keine Ahnung, warum der Wodka-Ananas-Cocktail so genannt wurde – ausklingen ließen.
  • Es gibt hier 3 Mädels, mit denen ich mich wöchentlich zum Sport treffe, und darf jetzt stolz behaupten, einmal in meinem Leben 10km gejoggt zu sein!
  • Ich hatte endlich mein erstes typisch australisches Barbecue mit meiner Gastfamilie. (Sonne - Pool - Würstchen. Eine super Kombi!) 
Wenn dein Hintergarten aussieht wie ein Urlaubsresort...

Nun hoffe ich, dass dieser Post wenigstens zu einem kleinen Teil all die versäumten Berichte vergangener Wochen  wiedergut macht und euch einen Einblick in mein momentanes Dasein gibt. Wie schon so oft beende ich auch diesen Beitrag mit dem leeren Versprechen, in Zukunft mehr zu schreiben (na mal sehen...) und mit einem riesengroßen

D A N K E S C H Ö N !

an all die Menschen da draußen in Deutschland (und auch die in Australien, Peru und Kanada...), die ich meine Freunde nennen darf und die mich auf meiner Reise begleiten, obwohl sie soweit weg sind, die mit mir skypen, mir Nachrichten schreiben, Sprachmemos, Briefe und sogar Adventskalender (M.♡) schicken! Ich habe euch so super lieb und bin so dankbar, euch zu haben. Ohne euch wäre ich nicht hier, weil ich die Entfernung ohne eure Unterstützung niemals ertragen würde. Danke. Danke. Danke!

Dankbare Grüße
Hanna 🐨

Momentaufnahme #012


Sonntag, 6. November 2016

weinen und beten

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er braucht eine Familie, die für ihn da ist, Freunde, die zu ihm halten, ein Zuhause, zu dem er nach einem langen Tag zurückkehren und sich zur Ruhe legen kann. Er braucht Ziele, die ihn antreiben, Lehrer, die ihn leiten, Fehler, die ihn motivieren, einen Glauben, der ihn leitet (und sei es der Glaube an sich selbst) ...
Es mag Menschen geben, die kein Problem haben auf die eine oder andere Komponente zu verzichten. Mir fällt das Ganze nicht so leicht und das wusste ich bereits, bevor ich meine Reise vor 3 Monaten antrat. Ich wusste, dass mir meine Familie, meine Freunde, mein Alltag, meine Theatergruppe, meine Umgebung fehlen würden. Ich wusste, dass es Abende geben würde, an denen ich mich ganz schrecklich nach meinem Zuhause sehnen würde. Umso überraschter war ich, dass ich bisher kaum Heimweh hatte. Es gab hier und da Momente, an denen ich meine Eltern vermisste, doch erst Samstag erfuhr ich, was es heißt, richtiges Heimweh zu haben.
Es war der erste Tag, den ich allein in der neuen Gastfamilie verbrachte. Die ersten Tage hatte mich die vorherige Au-pair eingewiesen bis sie sich Freitag schließlich von uns verabschiedete, um reisen zu gehen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass sie plötzlich weg war, oder einfach daran, dass ich noch nicht so richtig in Brisbane angekommen bin. Ich hatte auch schon seit 3 Wochen nicht mit meinen Eltern geskypet und die Tatsache, dass mir das Autofahren schwere fällt als erwartet, zog mich auch richtig runter. Ich vermisste Jake, seine Mum, Sydney und selbst den Bus in die City. Alles war mir über die letzten Monate hinweg so vertraut geworden und plötzlich befand ich mich in einer neuen Situation, einer neuen Stadt, einer neuen Familie. Ich fühlte mich unwohl, unsicher, ängstlich und so konnte ich einfach nicht mehr anders als zu weinen. Und wie ich weinte! Stunden verbrachte ich so im Bett. Erst am morgen, dann nochmal am Nachmittag bis mich schließlich eine Freundin aus Deutschland anrief und mich tröstete, mit mir betete. Dafür bin ich ihr so dankbar! Ich saß auf meinem Bett, das Handy in der einen, Taschentücher in der anderen Hand und lauschte ihrer Stimme. Und desto länger ich da saß und ihrem Gebet zuhörte, umso ruhiger wurde ich. Ich merkte, wie es mir nach und nach besser ging, wie auf einmal all die Last langsam von mir glitt. Es war ein unglaubliches Gefühl! 
Am Sonntagabend machte ich mich zum Hillsong-Gottesdienst auf, wo mich direkt einige Studenten in ihren Kreis aufnahmen, mich kennenlernen wollten. Auch wir haben gemeinsam gebetet. Vor dem Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst.
Und ich konnte regelrecht spüren, wie ihre Worte mich stärkten, mich aufbauten. Wow! Ich konnte Gott und seine Liebe erleben, eine Welle, die meine Seele erfrischt. Und nun weiß ich, dass – selbst, wenn ich weit weg bin von Zuhause, selbst wenn ich vor Herausforderungen stehe und an mir zweifle – ich keine Angst haben muss, allein zu sein, denn das bin ich nicht. Nie und Nirgends.
Ich werde mit Sicherheit noch einige Tage, vielleicht Wochen, brauchen, ehe ich mich an mein neues Umfeld gewöhnt habe, ehe mir Brisbane so vertraut ist wie Sydney, ehe die Kinder mich akzeptieren und ich sie besser kennenlerne ... doch ich weiß, dass ich nur etwas Geduld haben muss bis es soweit ist. Hier warten viele Erkenntnisse und spannende Erlebnisse auf mich. Nun ist es an der Zeit, diese zu erforschen.

Mag sein, dass dieser Beitrag inhaltlich nicht wirklich geordnet ist, Sprünge und vielleicht Fehler enthält. Doch ich möchte ihn jetzt nicht korrigieren oder bis morgen warten und dann nochmal lesen. Ich möchte meine Erfahrung nun einfach mit euch teilen.

Gesegnete Grüße
Hanna 🐨

Dienstag, 25. Oktober 2016

Freitag, 16. September 2016

Was glücklich macht – Schokolade und Musik




Schokolade ist Glück, das man essen kann.

Ursula Kohaupt


Letztes Wochenende fand in Sydney das Smooth Festival of Chocolate statt und ich bin sehr froh darüber, dabei gewesen zu sein. 
Ich beschloss erst recht spät dorthin zu gehen. Eigentlich hatte ich für Samstag lediglich das Konzert am Abend geplant, doch dann wollte ich mir ein Straßenfest, bei dem es einzig und allein um das wunderbarste Lebensmittel der Welt geht, nicht entgehen lassen! Mir hatten zwar einige Au-pairs angeboten, sich dort zu treffen, aber da ich weder wusste, wie lange ich bleiben wollte, noch wem ich hätte zusagen sollen, bin ich einfach alleine gegangen. Zudem finde ich es sehr angenehm, auch mal ein paar Stunden allein in der City zu verbringen und die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. 

So fuhr ich am Nachmittag mit dem Bus nach Sydney und schlenderte zum Hafenviertel The Rocks, wo ich zuvor noch gar nicht gewesen bin. Schon von weitem ließen sich Fahnen erkennen, die das Festgelände kennzeichneten, und nach weiteren Metern konnte ich auch schon die Stände sehen. Etliche weiße Zelte waren in den Straßen errichtet, alle mit Schildern beschriftet, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen ließen, "Choc Dipped Fruit", "The Cupcake Room", "Oh Fudge"... Nachdem ich die Namen all der angebotenen Köstlichkeiten gelesen habe, entschied ich mich dennoch für den Klassiker, holte mir mit Schokolade überzogenes Obst und setzte mich an den Hafen, während auf der gegenüberliegenden Seite des Wassers das Dach des Opernhauses im Sonnenlicht glitzerte. Diese wunderschöne Aussicht, die süßen Früchte mit Schoki und Kokosraspeln und die Vorfreude auf das anstehende Konzert am Abend sorgten für einen fantastischen Glücksmoment. 
Nachdem ich meine Erdbeeren und die Banane aufgefuttert (und dabei meine Jeans natürlich total zugesaut hatte), beschloss ich zum Opernhaus zu gehen, um mir ein Programm für die kommenden Monate zu besorgen. Schließlich möchte ich auf jeden Fall noch ein Stück besuchen. 
Da ich mir jede Menge Zeit ließ, noch einige Minuten einem Straßenmusiker Ecke Pittstreet lauschte und in einem Reiseführer stöberte, war es allmählich spät geworden. Also holte ich mir beim Chocolate Festival eine Portion Dutch Pancakes zum Abendessen und stieg in den Zug Richtung New Town, wo ich mit einer deutschen Au-pair, die ich nur über Facebook kannte, zum Simple Plan Konzert verabredet war. Ich war bereits sehr aufgeregt, immerhin würde das mein erstes richtiges Konzert sein und dann handelte es sich auch noch um eine meiner beiden absoluten Lieblingsbands! Kein Wunder, dass sich jener Samstagabend zu einem meiner schönsten Erlebnisse bisher entwickelte. Wir sangen und tanzten, jubelten und lachten. Obwohl meine Ohren aufgrund meiner Erkältung noch immer ein wenig blockiert waren, mir Bier auf die Hose gekippt wurde und meine Füße auf dem Heimweg schmerzten, war es schlichtweg genial und ich werde noch laaaange von dieser Nacht schwärmen! 


(Einen Zusammenschnitt des Auftritts gibt's hier.)

Nach dieser Nacht schlief ich am Sonntag ein wenig länger. Doch das machte gar nichts, weil ich den Tag ganz gemütlich Zuhause verbrachte, lediglich abends zu Hillsong gehen wollte. Auch dort herrschte wieder super Stimmung, die Gemeinde tanzte und jubelte, und diesmal hat mir auch die Predigt besser gefallen. 😉


Zum Schluss noch was für die Ohren! ♫


Schokosüße Grüße
Hanna 🐨

Freitag, 19. August 2016

Singen, Tanzen, Feiern, Beten...

Halleluja! 
Lobet den HERRN in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste seiner Macht!
 Lobet ihn in seinen Taten; lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit! 
Lobet ihn mit Posaunen; lobet ihn mit Psalter und Harfe! 
Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen! 
Lobet ihn mit hellen Zimbeln; lobet ihn mit wohlklingenden Zimbeln!
Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!
~ Psalm 150 ~

Wenn man ein Fan von Jesus, lauter Musik, guter Stimmung und offenen Menschen ist, dann sollte man sich auf keinen Fall einen Gottesdienst der Hillsong-Gemeinde entgehen lassen. 
Vor meinem Ausflug in den Taronga-Zoo letzten Sonntag ging ich dem Hinweis meiner Patentante nach, genau diese Gemeinde einmal zu besuchen, und dieser Sonntagmorgen entwickelte sich schnell zu einem meiner bisher schönsten Erlebnisse hier in Australien. (An dieser Stelle also: Liebste Grüße an meine liebe Petra-Pe! Ich bin dir so dankbar für diesen Tipp! ♥

Erst einige Tage zuvor fand ich heraus, dass sich die Hauptkirche gar nicht so weit entfernt von meinem hiesigen Zuhause befindet, und so beschloss ich diese Chance gleich zu nutzen.
Ich war extra früh aufgestanden, um einen Bus nach Baulkham Hills zu nehmen, der allerdings nicht erschienen ist. Recht schnell merkte ich, dass dies an meiner eigenen Unfähigkeit lag. Als ich am Tag zuvor online nach einem Bus gesucht hatte, vergaß ich nämlich den Wochentag einzustellen, und wenn man sonntags einen Bus nehmen will, der nur an Samstagen fährt, kann man natürlich lange warten... Haha! 
Zum Glück lebe ich bei der offensichtlich allerliebsten Gastmutter in ganz Australien, die mich dann eben zur Kirche gefahren hat. Thank you!  
Schon beim Betreten des Hillsong Convention Centres war ich schwer beeindruckt: Unzählige Menschen jeden Alters betraten das riesige Gebäude, dass mich von innen eher an ein Fernsehstudio mit riesigem Saalpublikum als an eine Kirche erinnerte. Aus den Lautsprechern drang laute Musik, der Raum war bunt beleuchtet und ich konnte mich gar nicht entscheiden, von welchem Sitzplatz aus ich die nächsten 90 Minuten genießen sollte. Ich setzte mich schließlich in einen Block direkt vor der Bühne. Kurz danach ging es los. 
Band und Sänger kamen auf die Bühne, die Gemeinde stand auf, jubelte, klatschte, tanzte und sang laut mit. Ich fühlte mich wie auf einem Konzert, einem riesigen Gospelkonzert! ♫ Und obwohl ich keines der Lieder bisher kannte, sang ich voller Begeisterung mit. (Die Melodien der meisten Gospelsongs gehen ja recht schnell ins Ohr und der Text wird gleichzeitig auf riesigen Bildschirmen projiziert.) Nach einer halben Stunden Musik hatten wir 60 Sekunden Zeit, unsere Sitznachbarn kennenzulernen. Das ist total lustig: Da sitzt man neben wildfremden Personen und wird aufgefordert, sich die Hände zu geben und sich zu unterhalten, und alle machen freiwillig mit! Ich saß neben einem Ehepaar, welches vor 6 Jahren in die Nähe von Sydney zog und seitdem regelmäßig die Hillsong-Gottesdienste besucht. Die beiden freuten sich sehr über einen Gast von so weit weg und luden mich gleich ein, im Anschluss nach dem Gottesdienst noch die Welcome-Lounge zu besuchen, um noch mehr Kontakte zu knüpfen. Dieses Angebot freute mich sehr, aber da ich ja anschließend noch für den Zoo verabredet war, hatte ich dafür keine Zeit. Allerdings bin ich ja noch ein Weilchen hier und kann mir die Lounge somit im Laufe der nächsten Wochen bestimmt mal ansehen.
Nach der kurzen Gesprächsrunde folgte die Predigt, die mir zugegebenermaßen nicht sooo gut gefiel. Aber es werden ja noch einige Hillsong-Gottesdienste folgen und mit ihnen bestimmt auch einige Predigten, die auch mir zusagen. (Mit einem fantastischen Pfarrer als Vater hat man eben einen hooohen Anspruch! 😉 ♥)

Abgeschlossen wurde der Gottesdienst mit Fürbitten, einem gemeinsamen Gebet und natürlich mit Musik! Diese kann ich übrigens nur weiterempfehlen! Hier könnt ihr mal reinhören. 
Und weitere Informationen über die Hillsong Church findet ihr auf ihrer Website
Zudem war das bestimmt nicht mein letzter Bericht über diese wunderschöne, bunte, offenherzige Gemeinde! 

Begeisterte Grüße
Hanna 🐨