Kaum zu fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist. Mein erster Monat ist bereits vorbei und ich habe schon so viel erlebt, so viel gelernt, so viele Menschen getroffen...
Bei meiner Gastfamilie hatte ich mich sofort wohlgefühlt und war mir vom ersten Tag an sicher, dass es mir in diesem Haus die nächsten 6 Monate über sehr gut gehen würde. Wenn ich Hilfe brauchte, zum Beispiel bei der Eröffnung des Bankkontos oder beim Beschaffen einer australischen Telefonnummer, konnte ich mich immer an meine Gastmutter wenden. Wir führen jeden Abend sehr nette Gespräche, sie kocht super leckeres Essen – ich habe auch echt Glück bei einer Vegetarierin untergekommen zu sein – und recht oft haben wir Dank Jake richtig viel zu lachen.
Ja, Jake ist schon ein sehr lustiger, putziger Junge, der mich ganz schön auf Trab hält. Er steckt voller Fantasie! So erklärte er mir letztens, dass es sich bei dem automatischen Lufterfrischer im Wohnzimmer eigentlich um eine geheime Überwachungskamera handelt, die Santa verwendet, um zu beobachten, ob er auch immer brav ist. Zuerst dachte ich, Deeyaa hätte ihm das erzählt, aber diese war selbst ganz überrascht, als ich sie darauf ansprach. Haha!
Manchmal treibt mich Jake natürlich auch in den Wahnsinn. Seine allmorgendliche Frage "Is it my school day today?" bejahe ich meist und dann befindet sich seine Laune ganz schnell im Keller. Dabei handelt es sich dabei nur um den Kindergarten. Ziemlich schnell eingeschnappt kann er auch werden, wenn er gerade gar keine Lust hat, die Platzdeckchen auf den Tisch zu legen oder zu duschen. Aber so ist das eben als Vierjähriger. Warum sollte man denn helfen den Tisch zu decken, wenn man in der Zeit genauso gut mit seinen Actionfiguren spielen kann? Warum soll man denn Spielsachen aufräumen, wenn man später sowieso weiterspielt? Ich glaube, Kinder sind die Einzigen, die wirklich in der Lage sind, im Hier und Jetzt zu leben, den Moment zu genießen, ohne daran zu denken, was später sein wird. Ganz unbeschwert. Diesen Gedanken hatte ich im Laufe des letzten Monats schon des Öfteren. Wenn ich die Zeit und die Lust dazu finde, werde ich darüber jedoch später einen extra Eintrag verfassen...
Genauso schnell wie ich mich an meine Gastfamilie gewöhnt habe, habe ich mich auch an die wunderschöne Umgebung gewöhnt. Die Suburb bietet viele Parks mit Spielplätzen, es gibt kleine Einkaufszentren und in nur einer Stunde ist man in Sydney. Zwar hat das Wetter ein wenig verrückt gespielt, oft war es kalt und regnerisch, doch ich bin mir sicher, der Frühling wird bald kommen.
Ebenso angetan bin ich von der Mentalität der Menschen. Egal wo ich hingehe, es herrscht ein "All Good" Feeling, das ansteckend ist. Das mag übertrieben klingen und womöglich bin ich ein wenig von den ersten positiven Eindrücken überrumpelt, aber in Deutschland hatte ich noch nie ein so nettes Gespräch mit einem Postboten; habe nie jemanden an einer Bushaltestelle getroffen, mit dem ich mich dann eine Stunde lang unterhalten und ihn anschließend auf Facebook geaddet habe; wurde nie von einer freundlichen alten Dame angesprochen, ob ich Hilfe benötige, nur weil ich mich so suchend umschaute. All diese Begegnungen haben mich so gefreut!
Dazu kommen all die fantastischen Ausflüge, die ich gemacht habe:
Genauso schnell wie ich mich an meine Gastfamilie gewöhnt habe, habe ich mich auch an die wunderschöne Umgebung gewöhnt. Die Suburb bietet viele Parks mit Spielplätzen, es gibt kleine Einkaufszentren und in nur einer Stunde ist man in Sydney. Zwar hat das Wetter ein wenig verrückt gespielt, oft war es kalt und regnerisch, doch ich bin mir sicher, der Frühling wird bald kommen.
Ebenso angetan bin ich von der Mentalität der Menschen. Egal wo ich hingehe, es herrscht ein "All Good" Feeling, das ansteckend ist. Das mag übertrieben klingen und womöglich bin ich ein wenig von den ersten positiven Eindrücken überrumpelt, aber in Deutschland hatte ich noch nie ein so nettes Gespräch mit einem Postboten; habe nie jemanden an einer Bushaltestelle getroffen, mit dem ich mich dann eine Stunde lang unterhalten und ihn anschließend auf Facebook geaddet habe; wurde nie von einer freundlichen alten Dame angesprochen, ob ich Hilfe benötige, nur weil ich mich so suchend umschaute. All diese Begegnungen haben mich so gefreut!
Dazu kommen all die fantastischen Ausflüge, die ich gemacht habe:
- das Au-pair-Treffen in Manly
- der Taronga-Zoo
- mein erster Gottesdient der Hillsong-Gemeinde
- der Color Run
- die Daytour in die Blue Mountains
Die letzten Wochen in Deutschland, bevor ich hierher geflogen war, bin ich einige Male darüber besorgt gewesen, ob ich nicht von Heimweh geplagt werden würde. Doch bei all den großartigen Erlebnissen habe ich gar keine Zeit für Heimweh. Mir widerfährt hier soviel Positives, dass es keinen Grund gibt, traurig zu sein. Es gab einzelne Momente, in denen ich mich nach meiner Familie oder Freunden aus der Heimat sehnte – gestern Abend zum Beispiel lag ich mit Kreislaufproblemen in meinem Bett, fühlte mich elend und hätte meine Eltern echt gerne bei mir gehabt – aber ich hatte nie den Wunsch, frühzeitig nach Hause zurückzukehren, und ich hoffe auch sehr, dass das noch einige Monate so bleiben wird. Im 21. Jahrhundert ist man durch Skype, Facebook und WhatsApp ohnehin jederzeit miteinander verbunden und die Zeit wird so schnell vergehen, dann bin ich schon wieder zurück in Deutschland und sehe all die Menschen, die ich so sehr liebe, wieder. Doch darauf möchte ich gerne noch ein wenig länger warten! ♥
Für die Septemberwochenenden habe ich schon ganz viele Sachen geplant. Wenn alles klappt, kann ich mich auf das Aquarium und den Wild Life Zoo in Sydney freuen, auf Madame Tussauds und das Tower Eye. Es wird ein weiteres Au-pair-Treffen stattfinden, ich gehe sicherlich bald mal zum Pub Crawl und nächste Woche wartet ein ganz besonderes Konzert auf mich, das ich kaum erwarten kann!
Ich verspreche, weiterhin regelmäßig von mir hören zu lassen, und ich freue mich über jedes Feedback von euch. Tipps, Ideen, Verbesserungsvorschläge helfen mir sehr weiter!
Frische Grüße
Hanna 🐨
Hanna 🐨